Die Proteste der Meta-Mitarbeiter gegen das genaue Tracking ihrer Arbeitsdaten zeigen Wirkung: Wie "Reuters"
berichtet, sieht sich das Unternehmen offenbar gezwungen, Pausen und Ausnahmen für den Einsatz der Tracking Software zu gewähren.
Im April
informierte der Konzern seine Angestellten, dass diese Software fortan alle Mausbewegungen und Tastaturanschläge tracken soll. Dies, weil CEO Zuckerberg der Meinung ist, dass KI, die künftig Rechner bedienen soll, von fähigen Menschen lernen müsse, wie diese ihre PCs nutzen. Die Daten sollen also ins Training von KI-Modellen fliessen – eine Praxis, die in Europa aus rechtlicher Sicht wahrscheinlich einen schwierigen Stand hätte.
In den USA ist die Massnahme aber offenbar wenigstens aus arbeitsethischer Sicht ebenfalls unbeliebt. Die Angestellten
lancierten Mitte Mai eine interne Petition, um gegen das Tracking zu protestieren. Dieser Protest zeigt nun Wirkung.
Die vom Unternehmen vorgeschlagene Massnahme ist gelinde gesagt mager: Mitarbeiter können selbst Tracking-Pausen über 30 Minuten einlegen. Ausnahmen, um ganz aus dem Tracking herauszukommen, müssen per Antrag angefragt werden. Zusätzlich wurde der Tracker optimiert – denn bei einigen Angestellten hatte die Software ernsthafte Auswirkungen auf die Akkulaufzeit ihrer Geräte.
(win)