Microsoft hat über Jahre immer wieder behauptet, die in Windows integrierten Funktionen zur Abwehr von Viren und Malware würden vollends genügen und Antiviren-Tools von Drittanbietern wurden als unnötiger Ballast abgetan. Aus bis anhin noch unbekannten Gründen rudert Microsoft nun zurück, wie "
Neowin" aufgedeckt hat.
So hat Microsoft vor über einem Monat einen Artikel mit dem Titel "Beste Antiviren-Software für 2026: Der integrierte Windows-Schutz, den Sie brauchen" veröffentlicht, in dem implizit behauptet wurde, man brauche ausser den Bordmitteln eigentlich keine weitere Security-Software. Konkret behauptete
Microsoft, man möge Security-Software von Dritten in Betracht ziehen, wenn es gelte, mehrere Geräte zu verwalten oder Geräte geteilt werden. Weiter heisst es, jedes weitere Tool erhöhe die Hintergrund-Aktivität und die Komplexität, weshalb man nur Tools einsetzen sollte, welche die Bedürfnisse wirklich abdecken.
Mittlerweile wurde der im Learning Center veröffentlichte Beitrag ohne Kommentar offline geschaltet und beim Aufruf des Links wird man auf die Portalseite weitergeleitet. Laut "Neowin" finden sich mittlerweile auf den Microsoft-Seiten gar keine Hinweise mehr, die sich gegenüber Drittanbietern von Security-Software kritisch oder abwertend äussern, weshalb vermutet wird, dass Microsoft hier grundsätzlich von den bisherigen Behauptungen abweicht. Der gelöschte Blog-Beitrag ist via
Internet Archive nach wie vor abrufbar.
(rd)