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Schweizer Bevölkerung zunehmend skeptisch gegenüber Digitalisierung
Quelle: Depositphotos

Schweizer Bevölkerung zunehmend skeptisch gegenüber Digitalisierung

Wie die Studie DigitalBarometer 2026 zeigt, steigt die Skepsis gegenüber der Digitalisierung in der Schweiz. Erstmals bewerten mehr Schweizer deren Einfluss negativ als positiv.
22. Mai 2026

     

Die Branchenorganisation Digitalswitzerland hat zusammen mit der Mobiliar-Versicherung und der Stiftung Risiko-Dialog die Ergebnisse der DigitalBarometer-Studie veröffentlicht. Mit der Erhebung soll die Wahrnehmung der Digitalisierung in der Bevölkerung erfasst und ein Zeitvergleich ermöglicht werden.

Wie die diesjährigen Ergebnisse der bereits zum siebten Mal durchgeführten Studie zeigen, zeichnet sich ein Stimmungswandel in der Schweizer Bevölkerung ab. Die seit 2020 überwiegend positive Wahrnehmung des Einflusses der Digitalisierung auf die Gesellschaft dreht sich erstmals. So bewerten heute 41 Prozent der Studienteilnehmer den Einfluss der Digitalisierung als eher negativ oder sogar sehr negativ. Umgekehrt halten ihn nur noch 34 Prozent für eher oder sehr positiv.


Nichtsdestotrotz geben sich Herr und Frau Schweizer zuversichtlich, was die Entwicklung der KI betrifft. So gehen 48 Prozent der Befragten davon aus, dass die Chancen der KI insgesamt (eher) überwiegen werden, während 35 Prozent der gegenteiligen Meinung sind; die verbleibenden 18 Prozent sind unentschieden. Quasi identisch fallen die Antworten auf die Frage aus, ob KI in den nächsten fünf Jahren zu deutlichen Veränderungen in der Arbeitswelt führen wird. Hingegen gibt man sich deutlich skeptischer bei der Frage, ob KI neue berufliche Möglichkeiten eröffnen wird. Gerade einmal 27 Prozent stimmen dem zu, während 53 Prozent dies ablehnen. Auch geben sich 74 Prozent der Befragten überzeugt, dass KI unsere Kreativität schwächen wird.

Wie die Studie ebenfalls offenlegt, ist der Anteil der Bevölkerung mit fehlenden digitalen Grundkompetenzen innert zwei Jahren von 31 auf 38 Prozent angestiegen. Selbst bei Akademikern sollen bei jedem vierten die Grundkompetenzen fehlen.

Die komplette Studie steht online zum kostenlosen Download zur Verfügung. (rd)


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