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Ubuntu schon bald mit lokalen KI-Funktionen
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Ubuntu schon bald mit lokalen KI-Funktionen

Canonical setzt bei der KI-Implementierung in Ubuntu auf lokale Modelle, die als Snaps eingebunden werden. Auf einen Kill Switch, der alle KI-Funktionen ausschaltet, will man allerdings verzichten.
30. April 2026

     

Während in den vergangenen Jahren so gut wie jeder Softwarehersteller sich um die Implementierung von Künstlicher Intelligenz in seine Produktpalette bemüht hat, hielt sich Canonical, das Unternehmen hinter der Linux-Distro Ubuntu, diesbezüglich eher bedeckt. Doch damit ist jetzt Schluss: Wie Canonicals VP of Engineering, Jon Seager, diese Woche in einem Blog Post angekündigt hat, bestehen detaillierte Pläne, um eine verantwortungsvolle KI-Implementierung im freien Betriebssystem umzusetzen.


Sager verspricht, dass bei Canonical Verantwortungsbewusstsein und Transparenz im Mittelpunkt bei der Umsetzung der KI-Implementierung stehen. Man werde daher den Schwerpunkt auf lokale Inferenz, Open-Source-Frameworks und solche Modelle legen, deren Lizenzbedingungen mit den Werten von Canonical vereinbar seien.
So werden laut Seager im Verlauf des kommenden Jahres KI-Funktionen in Ubuntu Einzug halten, bei denen der Fokus standardmässig auf lokaler Inferenz liegen soll. Dabei unterscheide man zwischen impliziten und expliziten KI-Funktionen. Erstere sollen bestehende Betriebssystemfunktionen verbessern, ohne den Usern neue Denkmodelle aufzuzwingen. Als Beispiel wird die Einführung von Sprach-zu-Text- und Text-zu-Sprache-Funktionen in Ubuntu genannt. Explizite KI-Funktionen sind derweil offensichtlicher KI-zentriert und könnten auch agentenbasierte Arbeitsabläufe beinhalten wie zum Beispiel das Erstellen von Dokumenten und Anwendungen oder die Automatisierung von Aufgaben. Mit impliziten Funktionen sollen unter dem Strich Bestehendes verbessert und mit expliziter KI neue Funktionen eingeführt werden.

KI-Modelle will man in Ubuntu über sogenannte Inference Snaps lokal einbinden. Damit soll sichergestellt werden, dass Modelle keinen uneingeschränkten Zugriff auf die Daten haben. Da diese Modelle mit geringerer Parameteranzahl aber auf leistungsfähige Hardware angewiesen sei, würden sie bei vielen Aufgaben derzeit noch nicht mit den grossen Modellen mithalten können. Man sei aber zuversichtlich, dass sich die Kluft hier mit der Zeit verringern werde.


Einen globaeln Kill Switch, mit dem sich alle KI-Funktionen deaktivieren liesse, ist derweil nicht vorgesehen, wie Seager in einem Forumsbeitrag ergänzte. Wer keinen Wert auf die KI-Funktionen legt, soll die Snaps wie gewohnt deinstallieren können.

Mit Version 26.10 will man erste KI-gestützte Features im Rahmen einer Preview veröffentlichen. Später soll man dann während dem Setup-Prozess die Möglichkeit haben, entsprechende Features zu aktivieren oder eben zu deaktivieren. (rd)


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