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Intel, Asrock und Teamgroup wollen DDR5-RAM billiger machen
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Intel, Asrock und Teamgroup wollen DDR5-RAM billiger machen

Die neue RAM-Modul-Technologie HUDIMM arbeitet mit einem statt zwei Subkanälen pro Speichermodul, dafür mit Chips grösserer Kapazität. Damit reduziert sich die Anzahl Chips und die Komplexität der Platine, womit auch die Produktionskosten günstiger ausfallen.
20. April 2026

     

Intel hat zusammen mit dem Motherboardhersteller Asrock und dem Speichermodulhersteller Teamgroup eine neue Speichertechnologie entwickelt, mit der sich die Preise für DDR5-Speichermodule deutlich reduzieren lassen sollen. Ein Patent für die neue Technologie, genannt HUDIMM, wurde eingereicht, und Asrock hat angekündigt, sie in seinem Motherboard-Reihen 600, 700 und 800 für Intel-basierte PCs zu unterstützen – AMD bleibt damit vorerst aussen vor.


Herkömmliche DDR5-Module Arbeiten mit zwei Subkanälen (2 x 32 Bit, ergibt zusammen 64 Bit), sodass jedes Modell in Dual-Channel-Technologie gehalten ist. Dies ermöglicht eine hohe Bandbreite und damit hohe Leistung, steigert aber die Herstellungskosten, denn für jeden Subkanal sind gleich viele RAM-Chips auf dem Modul erforderlich. HUDIMM arbeitet dagegen mit Modulen, die nur einen Subkanal aufweisen (1 x 32 Bit). Damit sinken die Kosten für die Produktion, die Kompatibilität bleibt gewährleistet. Auf diese Weise können in dem einen Subkanal Chips mit höherer Einzelkapazität verbaut werden, womit sich die Anzahl der Chips und der Leiterbahnen zugunsten geringerer Baukosten reduziert. Die Abkürzung HUDIMM steht für Half-Unbuffered Dual In-line Memory Module.
In der Mitteilung erklärt Chris Lee, Vice President der Asrock-Geschäftseinheit für Motherboards und Gaming-Monitore: "Wir haben eine hohe Nachfrage nach erschwinglichen DDR5-Modulen festgestellt. Diese zum Patent angemeldete Technologie wird globalen Systemintegratoren Flexibilität und kostengünstige Lösungen bieten. Ausserdem arbeiten wir mit DRAM-Herstellern zusammen, um weitere HUDIMM-Module mit einem Subkanal auf den Markt zu bringen." Wie stark der Preis pro GB gegenüber klassischen DDR5-Modulen sinkt, bleibt indes unerwähnt.


Bei Intel heisst es seitens Robert Hallock, Vice President und General Manager der Business Unit Enthusiast Channel Segment: "Innovationen wie die One-Sub-Channel-DRAM-Technologie von Asrock sind entscheidend dafür, dass Desktop-Computer trotz der steigenden Nachfrage und Kosten für DDR5-Speicher erschwinglich bleiben. Intel ist Asrock dankbar für die Unterstützung bei der Markteinführung dieser Technologie für unsere Chipsätze der Serien 600, 700 und 800, wodurch Intel-Anwendern in den kommenden Jahren ein besserer Zugang zu den Vorteilen von DDR5-Speicher gewährleistet wird." (ubi)


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