cnt
April-Patchday für Windows schliesst bekannte Sicherheitslücken
Quelle: Depositphotos

April-Patchday für Windows schliesst bekannte Sicherheitslücken

Mit dem April-Patch für Windows 10 und 11 kommen zahlreiche Verbesserungen und Sicherheitspatches. Eine betrifft eine Lücke, die ein Sicherheitsforscher aus Frust gegen Microsoft auf eigene Faust veröffentlicht hatte und die möglicherweise bereits ausgenutzt wird.
15. April 2026

     

Erneut wurde der monatliche Patchday für Windows 10 und 11 veröffentlicht und hat neben zahlreichen Security Updates auch ein paar relevante Änderungen für Nutzer und Admins mit an Bord. Das kumulative Update gilt für Windows 11 25H2 und 24H2 (KB5083769). Windows-10-Geräte bekommen die Security-Updates nur noch, wenn sie am Programm für erweiterte Sicherheits-Updates (ESU) teilnehmen, das noch bis Oktober 2026 läuft.


Geflickt wurde unter anderem ein Fehler in der Bitlocker-Wiederherstellung, die Einstellungen geben einen verbesserten Einblick in die Sicherheitszertifikate, die derzeit erneuert werden. Eingesehen werden können sie über die Windows-Sicherheits-App (Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit-> Windows-Sicherheit). Dazu gibt’s eine kleinere Verbesserung für die Datenübertragung im Netzwerk und verbesserten Schutz für Phishing-Angriffe über das Remode Desktop Protocoll (RDP).
Für Admins gibt es eine weitere relevante Neuerung an den Windows Deployment Services: Im Rahmen der Bemühungen, das Betriebssystem zu härten, wird das Hands-free-Deployment mit dem Unattend.xml-File standardmässig deaktiviert. Admins können das Verhalten zwar überschreiben, Microsoft rät jedoch ausdrücklich davon ab.

Weiter wurden mehr als 165 Sicherheitslücken geschlossen. Darunter finden sich auch acht als kritisch eingestufte Lecks, die mit dem Patch geschlossen werden. Bei einer der Sicherheitslücken handelt es sich vermutlich um eine öffentlich bekannte Schwachstelle in Windows Defender, die mit einer frustriert klingenden Veröffentlichung durch den Entdecker Bekanntheit erlangte: Der Forscher namens Chaotic Eclipse publizierte die "Blue Hammer" genannte Schwachstelle auf eigene Faust via Github. Seinem Kommentar zufolge hatte Microsoft in seinen Augen nicht angemessen reagiert. Durch den Schweregrad dieser und ein paar anderer Schwachstellen ist das zeitnahe Einspielen des Patches empfehlenswert.


Details zu den Verbesserungen finden sich im aktuellen Support-Artikel von Microsoft. Alle Security-Updates finden sich hier. (win)


Weitere Artikel zum Thema

Windows-11-Updates tagesgenau terminieren

14. April 2026 - In einem Preview Build von Windows 11 ist eine Neuerung aufgetaucht, die es ermöglichen soll, den Zeitpunkt von Windows-Updates auf einen bestimmten Tag zu legen.

Aus 3 mach 2: Windows Insider Program wird entschlackt

13. April 2026 - Das Windows Insider Program unterscheidet künftig nur noch zwischen den zwei Kanälen Experimental und Beta. Und: Neu werden neue Features im Beta-Kanal nicht mehr nach und nach ausgerollt, sondern stehen sofort nach der Veröffentlichung eines neuen Builds zur Verfügung.

Windows 25H2 wird erzwungen auf 24H2-Maschinen aufgespielt

8. April 2026 - Obwohl Windows 24H2 noch eine Weile unterstützt wird, beginnt Microsoft, Windows Home- und Pro-Nutzern 25H2 ohne Alternative auszurollen. Das Auswahlverfahren basiert dabei laut Microsoft auf Machine Learning.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Wieviele Zwerge traf Schneewittchen im Wald?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER