Der Bundesstaat Maine, gelegen im Norden der US-Ostküste, plant ein vorübergehendes Verbot des Baus neuer Rechenzentren,
wie "CNBC" berichtet. Der Gesetzgeber in Maine hat demnach diese Woche den Wortlaut eines Gesetzentwurfs gebilligt, der den Bau von Rechenzentren im Bundesstaat bis November 2027 untersagt. Es wird erwartet, dass der Beschluss in den nächsten Tagen definitiv verabschiedet wird. Hinter dem Gesetz steht die Idee, vor dem Bau neuer Rechenzentren zuerst die Auswirkungen auf Strompreise und Infrastruktur zu untersuchen. Die Strompreise in Maine gehören bereits jetzt zu den US-weit höchsten. Parallel zum Inkrafttreten des Gesetzes soll ein Ausschuss gebildet werden, der den Betrieb künftiger Rechenzentren in Maine regulieren soll. Das Vorhaben wird parteiübergreifend unterstützt, stösst aber bei der betroffenen Industrie naturgemäss auf Widerstand.
So meint laut "CNBC" Glenn Adams, Business Development Director bei der Sargent Corporation, die in Virginia und North Carolina Rechenzentren baut, dass jeder, der den Betrieb von Rechenzentren auch nur vorübergehend unterbreche, ins Hintertreffen gerate: "Alles geht so schnell. Es ist ein Wettlauf mit anderen Ländern. Wenn Maine nein sagt, sagen wir damit nein zu all diesen Unternehmen, zu potenziellen Bauträgern und Investoren, und die können sich ziemlich schnell woanders umsehen."
(ubi)