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Die Post ergänzt die Grundversorgung um den digitalen Brief
Quelle: Die Post

Die Post ergänzt die Grundversorgung um den digitalen Brief

Der digitale Brief gehört ab sofort zur postalischen Grundversorgung des Landes. Für 40 Rappen kann man den E-Brief an ein anderes digitales Postfach schicken, ab 1.45 Franken druckt und verschickt die Post digitale Briefe in physischer Form.
1. April 2026

     

Die Schweizerische Post startet mit ihrem neuen Dienst: dem "digitalen Brief", der damit neu Teil der postalischen Grundversorgung ist. Was auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz klingt – schliesslich ist der digitale Brief in Form der E-Mail nun bereits seit den 80er-Jahren etabliert – ist aber offenbar Realität. Ab dem 1. April können Herr und Frau Schweizer via Post-App oder am Rechner (ePost) digitale Briefe verschicken und empfangen. Unternehmen können den Service über die Geschäftssoftware der Post nutzen.


Auf den genannten Plattformen können sich Kunden fortan für den Empfang von digitaler Post registrieren. Der Empfang ist, wie bei der physischen Post, kostenlos. Das Versenden eines digitalen Briefes an eine Adresse mit digitalem Briefkasten kostet 40 Rappen. Hat der Empfänger keinen solchen, druckt die Post den Brief aus und verschickt ihn physisch, die Kosten liegen dann bei 1.45 Franken (B-Post) respektive 1.65 Franken (A-Post). Der umgekehrte Weg, also das Scannen physischer Briefe und der anschliessende Versand in digitaler Form, gehört derweil nicht zur Grundversorgung und muss separat für 9.90 Franken monatlich abonniert werden.
Der Nutzer kann selbst wählen, ob er empfangene Briefe in der Post-App speichern oder lokal ablegen will. Die Post versichert, dass die Briefe ausschliesslich verschlüsselt übertragen und auf der eigenen, sicheren Infrastruktur in der Schweiz verarbeitet und gespeichert werden.

Auch bietet der Service den Versand digitaler Briefe mit erhöhter Verbindlichkeit, genannt ePost Plus. Damit bekommt der Absender eine Zustell- und eine Abrufbestätigung. Falls der Brief nach sieben Tagen nicht abgerufen wurde, gibt es eine entsprechende Meldung an den Absender. ePost Plus ist damit sozusagen die digitale Version des eingeschriebenen Briefes. Im Gegensatz zum klassischen Einschreiben gibt es jedoch noch keine richterliche Beurteilung und damit keine juristische Einordnung der Beweiskraft.


Nicole Burth, Mitglied der Konzernleitung der Post und Leiterin des Bereichs Digital Services, erklärt, was den Unterschied zwischen dem neuen Service und einer E-Mail ausmacht: "Der Digitale Brief ist eine sichere Lösung, weil er mehr ist als eine E-Mail: Absender und Empfänger sind mit ihrer postalischen Adresse verifiziert. Und ein reguliertes digitales Siegel zeigt, dass der Inhalt des Briefes nicht verändert wurde." Das soll unter anderem etwa Phishing verunmöglichen.

Hier geht’s zum Guide rund um den neuen digitalen Brief. (win)


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