Das Bundesamt für Cybersicherheit
BACS warnt vor einer neuen Welle betrügerischer Jobangebote. Das Phänomen sei bereits seit mehreren Jahren zu beobachten, die Fake-Inserate hätten sich jüngst aber verändert. Zum einen werden aktuell vermehrt Fälle beobachtet, bei denen nicht mit fiktiven Arbeitgebern gearbeitet wird, stattdessen werden existierende Schweizer Firmen kopiert. Zweitens – laut dem BACS ein Novum – tauchen die Inserate nicht mehr nur im Netz, sondern sogar in Zeitungen auf. Cybercrime hat damit den Rückschritt aufs Papier gemacht.
Im Rahmen ihrer Masche versuchten die Kriminellen in der Vergangenheit meistens, Vorauszahlungen (etwa für Bewilligungen) von den Stellensuchenden abzugreifen. Neu werden hingegen oft Mini-Jobs wie das Verfassen von Bewertungen oder das Testen von Apps als Jobs ausgeschrieben. Hierfür wird eine Anmeldung auf einer Website verlangt, über die sämtliche Leistungen abgerechnet werden sollen. Ausbezahlt wird dabei nie, dafür mit angeblichen Gebühren für neue Aufträge oder die Überweisung des Lohns abkassiert.
Für Betrugsversuche im Namen bereits existierender Firmen suchen sich die Betrüger Unternehmen aus, die zwar im Handelsregister eingetragen sind, aber keine Website haben. Mit Fake-Seiten werden die Opfer dann getäuscht. Noch unklar ist, was die Kriminellen damit genau bezwecken wollen. Das
BACS nennt nur einen Fall, in dem Opfer der Kauf von Cyptonow-Gutscheinen im Wert von bis zu 2500 Franken nahegelegt wurde.
Während die meisten der Job-Angebote auf den einschlägigen Stellen-Portalen gepostet werden, wurde im Rahmen der aktuellen Welle eine gänzlich neue Form entdeckt: Die betrügerischen Stellenanzeigen wurden auch in gedruckten Zeitungen platziert.
Die Betrugsmasche wurde in allen Sprachregionen des Landes beobachtet. Kritisch werden sollte man, wenn ein angeblicher Arbeitgeber Vorauszahlungen und Gebühren verlangt oder wenn ein Jobangebot zu gut ist, um wahr zu sein – etwa bei einem verhältnismässig zu hohen Lohn.
(win)