Beim Onlinekauf der Schweizer E-Vignette geraten derzeit mehr Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter in Betrugsfallen, weil viele vor dem 31. Januar eine neue Vignette brauchen. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS)
warnt, dass vermehrt Phishing-E-Mails im Umlauf sind, die eine angeblich gesperrte E-Vignette wegen eines Abrechnungsproblems melden und zur schnellen Aktualisierung von Zahlungsdaten über einen Link auffordern.
Nach Angaben der Behörde führt der Link auf eine täuschend echte Kopie der offiziellen Seite, auf der Kreditkarten- und Personendaten abgefragt werden, die danach bei Betrügern landen. Zusätzlich meldet die Cybersicherheitsstelle gefälschte Verkaufsseiten, die über Werbeanzeigen in Suchmaschinen weit oben erscheinen und den Kaufprozess seriös wirken lassen, während Betroffene am Ende für eine ungültige Vignette bezahlen und ihre Daten abgeben.
Neben klar betrügerischen Seiten gebe es laut der Bundesstelle auch Drittanbieter, die eine gültige E-Vignette liefern, aber über dem offiziellen Preis verkaufen, teils mit hohen Zusatzgebühren. Die Behörde nennt zudem ähnliche Fälle bei Onlinekäufen für Österreich, bei denen Seiten die Autobahnbehörde Asfinag imitieren, und verweist auf weitere Länder mit E-Vignettensystemen, bei denen ebenfalls betrügerische Angebote zunehmen. Als Schutz rät die Cybersicherheitsstelle, Vignetten über offizielle Behördenkanäle zu kaufen, keine Zahlungsdaten über Links aus E-Mails oder SMS einzugeben und bei Suchergebnissen besonders auf als "gesponsert" markierte Werbelinks zu achten.
(dow)