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Smartphone-Apps werden verschwinden
Quelle: Techcrunch, Lizenz CC BY 2.0

Smartphone-Apps werden verschwinden

Carl Pei, Gründer von Nothing, sieht für Mobilgeräte eine Zukunft mit KI-Agenten statt Apps. Dann könnten die Geräte Aufgaben selbstständig erledigen, ohne dass Nutzer etwas dazu beitragen müssten.
19. März 2026

     

Der Mitgründer und CEO des Smartphone-Herstellers Nothing, Carl Pei (Bild), sieht die Zukunft in Mobilgeräten, die von KI-Agenten angetrieben werden, dies teilte er kürzlich in einem Interview anlässlich der SXSW-Konferenz mit. Klassische Apps haben in dieser Welt einen schlechten Stand: "Was KI punkto Software angeht, sollten die Leute meiner Meinung nach begreifen, dass Apps verschwinden werden." Und er fügte eine Warnung an App-Entwickler an: "Wenn Sie Gründer oder ein Start-up sind und der Kernwert Ihres Unternehmens in Ihrer App liegt, wird dieser Bereich auf den Kopf gestellt werden, ob es Ihnen gefällt oder nicht."

Pei prognostizierte gemäss einem Bericht von "Techcrunch" auch den Weg bis zum Aus für Apps. Der erste Schritt, den verschiedene Anbieter bereits ausprobieren, seien KI-Features, die dem Nutzer bestimmte Aufgaben abnehmen, zum Beispiel Buchungen für Flüge oder Hotels. Das findet Pei allerdings "superlangweilig". Interessanter sei der zweite Schritt: Die KI lernt im Lauf der Zeit die Absichten des Nutzers kennen – sie erkennt zum Beispiel, dass jemand gesünder leben will und gibt entsprechende Ratschläge, sodass man nicht mehr selbst nach Ideen suchen muss.


Irgendwann werde das System einen so gut kennen, dass es "uns Dinge vorschlägt, von denen wir nicht einmal wissen, dass wir sie wollten". Am Schluss steht dann ein AI-First Smartphone, das Dinge für den Nutzer erledigt, ohne dass es dazu angewiesen werden muss. Dazu ist es laut Pei jedoch erforderlich, dass KI-Agenten auf den Geräten ein Interface vorfinden, das die Nutzung der Funktionen ermöglicht, ohne menschliche Interaktionen wie Taps auf dem Bildschirm oder die Auswahl von Menüoptionen zu simulieren: "Die Zukunft besteht nicht darin, dass der Agent eine menschliche Schnittstelle nutzt. Man muss eine Schnittstelle entwickeln, die der Agent nutzen kann. Ich halte das für den zukunftssichereren Ansatz."

Carl Pei stellt diesem Zukunftsszenario die heutige Smartphone-Welt mit Apps, App Stores, Lockscreens und Co. gegenüber. Seit den Zeiten der Palm Pilots und PDAs habe sich daran kaum etwas geändert. Selbst für einfache Vorhaben müsse man zwischen verschiedenen Apps hin- und herwechseln: Um sich etwa mit jemandem auf einen Kaffee zu verabreden, brauche es eine Messaging-App, eine Karten-App, eine Kalender-App und vielleicht noch die Uber-App. (ubi)


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