Auf der Social-Media-Plattform
Discord gelten künftig alle Nutzer per Default als Teenager – solange sie sich nicht einer Altersprüfung unterzogen haben. Dies hat das Unternehmen
offiziell verkündet. Sowohl neu registrierte als auch bestehende User erhalten damit ohne Überprüfung des Geburtsdatums automatisch passend abgeänderte Kommunikationseinstellungen und nur noch eingeschränkten Zugang zu "Age-gated Spaces", etwa zu Bereichen mit Erwachseneninhalten, und die gezeigten Inhalte werden je nach Kategorie gefiltert oder unscharf dargestellt. Der Rollout des neuen Regimes startet Anfang März und wird weltweit phasenweise durchgeführt.
Discord nennt die Altersprüfung "Age Assurance". Sie erfolgt aufgrund von Selfie-Videos zur Erkennung des Alters aufgrund des Gesichts oder durch Hochladen von Dokumenten wie Pass oder Identitätskarte. Discord verspricht, dass die Selfies das Gerät des Nutzers niemals verlassen und die Identitätsdokumente sofort nach der Überprüfung wieder gelöscht werden. Der Status der Altersprüfung bleibt gegenüber anderen Usern verborgen.
Die neu global vorgesehene "Teen-by-Default Experience" hat Discord 2025 aufgrund der dort angekündigten Gesetze in Grossbritannien eingeführt, allerdings nicht ohne heftigen Protest aus der Nutzer-Community. Um authentische Perspektiven von Teenagern einzubringen, führt Discord jetzt einen Teen Council ein, ein Gremium, das aus zehn bis zwölf Teenagern bestehen und dem Plattformbetreiber dabei helfen soll, zu verstehen, was Teenager benötigen, damit sie sich online sicher und unterstützt fühlen.
(ubi)