Hiobsbotschaft aus dem Büroausstattungsumfeld:
Witzig The Office Company muss nach 80 Jahren Geschäftstätigkeit die Insolvenz anmelden. Gemäss einem Bericht des "
St. Galler Tagblatt" (unter Berufung auf die Lokalzeitung "
Frauenfeld Aktuell") wurden die 80 Mitarbeitenden von Witzig The Office Company bereits kurz vor Weihnachten über die Lage im Unternehmen informiert. Firmeneigene Laptops sowie Firmenfahrzeuge hätten abgegeben werden müssen, zudem sei der Dezember-Lohn nur zur Hälfte ausbezahlt worden, ist zu lesen. Immerhin: Laut "
Blick" sei der Rest des Dezember-Lohns (pro Rata bis 22. Dezember) sowie der 13. Monatslohns später ebenfalls überwiesen worden.
Laut CEO und Verwaltungsratspräsident Kevin Willy wurden bereits seit 2019 rote Zahlen geschrieben, Umstrukturierungen hätten nicht den gewünschten Effekt gehabt, offenbar genauso wenig wie eine noch 2025 eingegangene strategische Partnerschaft mit dem niederländischen Bürodienstleister Royal Ahrend. Aus diesem Grund habe er Insolvenz für das Unternehmen beantragen müssen. Der Insolvenzantrag sei derzeit noch beim Bezirksgericht hängig, heisst es weiter, mit der Konkurseröffnung sei in den nächsten ein bis zwei Wochen zu rechnen.
Gemäss "St. Galler Tagblatt" ist Kevin Willy seit 2023 im Unternehmen. In diesem Jahr wurde Witzig The Office Company laut Firmen-Website – auf der aktuell noch nichts von der Insolvenz zu lesen ist – durch Schweizer Investoren übernommen. 2018 soll die Firma noch 250 Mitarbeitende gezählt haben. Witzig The Office Company war bekannt für komplette Büroeinrichtungen und Arbeitsplatzkonzepte und zählte nebst Unternehmen auch Bildungseinrichtungen und die öffentliche Hand zu seinen Kunden.
(mw)