Philips Hue: Überhöhte Schweizer Preise; Hersteller schweigt
Quelle: Signify

Philips Hue: Überhöhte Schweizer Preise; Hersteller schweigt

Für die Philips-Hue-Beleuchtungsprodukte verlangt Hersteller Signify in der Schweiz rund 20 bis 25 Prozent höhere Preise als in Deutschland. Nach dem Grund gefragt, zieht es das Unternehmen vor, zu schweigen.
26. Juni 2024

     

Vergangene Woche kündigte Signify, Hersteller des Beleuchtungssystems Philips Hue, eine Reihe neuer Produkte an – etwa die Nachttischleuchte Hue Twilight (Bild) oder die Hue Lightguide Lampe Triangle. Zusammen mit den Produkten wurden auch die entsprechenden empfohlenen Verkaufspreise (UVP) für den DACH-Raum publiziert, und hierbei fällt auf, dass die Produkte in der Schweiz wesentlich teurer sind als etwa in Deutschland. So empfiehlt Signify für besagte Nachttischleuchte für Deutschland und Österreich einen UVP von 280 Euro, während für dieselbe Leuchte in der Schweiz 350 Franken aufgerufen werden – die MwSt. ist im Preis jeweils bereits eingerechnet. Gleiches auch bei der Lightguide Lampe Triangle, für die 100 Euro, aber 125 Franken als UVP empfohlen wird – womit das Produkt in der Schweiz ein Viertel teurer ist.


Das wundert, vor allem angesichts dessen, dass die Schweiz bezüglich Unterhaltungselektronik alles andere als eine Hochpreisinsel ist. Auf die Frage, wie Signify die deutlich höheren Schweizer Preise rechtfertigt respektive begründet, erklärt Gerwin van der Horst, Commercial Leader Consumer DACH bei Signify, gegenüber "Swiss IT Magazine": "Die Gestaltung der Verkaufspreise an den Endkonsumenten obliegt ausschliesslich dem Handel. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir als Hersteller keine Angaben zur Gestaltung der unverbindlichen Preisempfehlung machen und Informationen darüber veröffentlichen."
So weit so gut. Nun ist es aber so, dass Signify die Philips-Hue-Produkte nicht nur via Handel verkauft, sondern selbst ebenfalls einen Online-Shop betreibt, und das sowohl in Deutschland wie auch in der Schweiz und in anderen Ländern. Und auch hier stellt man fest: die Hue-Lampen kosten in der Schweiz deutlich mehr als in Deutschland. Ein paar Beispiele gefällig?

Eine einzelne Lampe mit E27-Fassung gibt es in Deutschland für 80, in der Schweiz für 100 Franken. Das Lightstrip-Basis-Set in Deutschland: 90 Euro. In der Schweiz: 112.50 Franken. Die Deckenleuchte Infuse L in Deutschland, 300 Euro, in der Schweiz 375 Franken. Oder die Deckenleuchte Surimo in Deutschland, 330 Euro, in der Schweiz 412.50 Franken. Die Pendelleuchte Ensis kriegt man in Deutschland für 480 Euro, in der Schweiz bezahlt man satte 600 Franken. Immerhin: Das Hue Starter-Set kostet in Deutschland und in der Schweiz annährend gleich viel, allerdings kriegt man in Deutschland für denselben Preis drei Lampen, in der Schweiz nur deren zwei. Will man das identische Starter-Set mit drei Lampen, bezahlt man hierzulande fast 240 Franken. Und für eine Hue Secure Kamera (kabellos) werden on Deutschland 250 Euro fällig, in der Schweiz 312.50 Franken.


Fast durchs Band verlangt Signfify somit hierlande für die Hue-Produkte rund 20 bis 25 Prozent mehr – und das betrifft nicht nur den UVP, sondern den Preis, den das Unternehmen im eigenen Online-Shop verlangt. Darum haben wir bei Signify nochmals nach dem Grund gefragt, warum die Schweizer Preis so deutlich über denen in Deutschland liegen. Allerdings wollte Signify an diesem Punkt dann keine Stellung mehr beziehen, sondern zog es vor, zu schweigen. Was man dann wohl so deuten kann, dass Schweizer Konsumenten hier schlicht und einfach dreist geschröpft werden. (mw)


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