Marktübersicht: Eine neue Prozessor-Generation bestimmt den Markt

(Quelle: Intel)

Marktübersicht: Eine neue Prozessor-Generation bestimmt den Markt

(Quelle: Intel)
9. Juli 2022 - Mit den «Alder Lake»-Chips bietet Intel bereits die 12. Generation seiner Core-Prozessoren. Folgende Marktübersicht verschafft einen Überblick über Notebooks, in denen bereits die neueste Generation an Intel-Mobile-CPUs verbaut wurde.
Artikel erschienen in IT Magazine 2022/07
Seit Jahren liefern sich Intel und AMD einen Zweikampf um die Vorherrschaft im Prozessorenmarkt, wobei Intel über weite Strecken die Nase vorn hat – zwischenzeitlich genoss Intel einen Marktanteil von weit über 80 Prozent. Die zweite Jahreshälfte 2019 läutete jedoch eine Art Wende ein und AMD schloss zunehmend auf, wie Zahlen des Benchmark-Spezialisten Passmark zeigen. Einen Höchststand erreichte die Aufholjagd 2021, als AMD einen Marktanteil von 39,7 Prozent erreichte und bei den leistungsstarken Desktop-CPUs Intel mit 50,7 Prozent Marktanteil gar überholte. Selbst bei den Notebooks, wo AMD nie wirklich mit Intel mithalten konnte, schloss der Verfolger zwischenzeitlich auf 24,4 Prozent Marktanteil auf (Q3 2021). Seit dem vierten Quartal 2021 legt Intel aber wieder in allen Bereichen zu – woran liegt das?

Verlässliche Lieferungen trotz Engpässen

Eine mögliche Erklärung wäre das Erscheinen einer neuen Generation an Intel-­CPUs: die Ankunft der «Alder Lake»-­Chips. Die 12. Generation der Intel-Core-i-­Prozessoren kam im November 2021 auf den Markt. Vorerst waren zwar nur drei leistungsstarke Aushängeschilder für Desktops verfügbar, doch seit dem Frühjahr 2022 ist eine Vielzahl an unterschiedlichen Chips für diverse Geräte erhältlich. Intel unterteil seine Notebook-Chips dabei in drei Klassen: Die H-Serie ist für besonders leistungsstarke Geräte geeignet und liefert laut Hersteller 40 Prozent mehr Leistung als die Vorgänger-Generation, während die P- und U-Serien vor allem leichte aber dennoch leistungsstarke Notebooks antreiben sollen. Besonders im Mittelklasse-Segment, wo der Grossteil aller Notebook-CPUs Verwendung findet, kann Intel seine «Alder Lake»-Chips beinahe ohne Konkurrenz an den Markt bringen – AMD ist weiterhin fast ausschliesslich im High-end-Markt aktiv. Und dabei kann Intel trotz globalen Lieferengpässen die Nachfrage an «Alder Lake»-Chips offenbar abdecken – dies teilen zumindest die Hersteller von Endgeräten auf Anfrage der «Swiss IT Magazine»-Redaktion mit. So heisst es stellvertretend von Seiten HP Schweiz: «Seit Frühjahr 2022 stellen wir eine deutlich spürbare Verbesserung der Lieferzeiten bei unseren Geräten fest und sind zuversichtlich, dass dieser Trend auch bei Geräten mit Intel-Prozessoren der 12. Generation anhält.» Auch die anderen Hersteller bestätigen eine ausreichende Verfügbarkeit der «Alder Lake»-Chips. Lenovo meldet: «Nach aktuellen Einschätzungen sollten sich die Lieferzeiten im Vergleich zur 11. Generation verbessern.» Dennoch sei es schwierig, genaue Angaben bezüglich der Lieferzeiten einzelner Notebooks zu machen, weshalb die Hersteller auf die voraussichtlichen Liefertermine im jeweiligen Shop verweisen. Unsicherheiten in der Lieferkette sind also weiterhin ein Problem – die Ursache liegt allerdings nicht unbedingt bei den Prozessoren.
 
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