WWDC: Neue Tools und APIs für Entwickler

(Quelle: Apple)

WWDC: Neue Tools und APIs für Entwickler

(Quelle: Apple)
8. Juni 2022 - Apples WWDC ist eigentlich eine Konferenz für App-Entwickler. Dementsprechend hat Apple auch dieses Jahr eine riesige Zahl neuer und verbesserter Tools und APIs für die Developer Community gezeigt, die Entwicklern Zugang zu den neuen Funktionen der Betriebssysteme geben.
Apple hat an der WWDC nicht nur die nächsten Versionen seiner Betriebssysteme für iPhone, iPad, Mac und Apple Watch vorgestellt, sondern auch eine Fülle von neuen Tools, Technologien und APIs für Entwickler. Neu und ab sofort verfügbar ist etwa Xcode Cloud, ein neuer Cloud Service für die kontinuierliche Integration und Bereitstellung speziell für Entwickler von Apps für Apple-Systeme. Mit Xcode Cloud lässt sich der Build-Prozess für Apps in die Cloud auslagern, sodass der eigene Mac weiter für andere Aufgaben genutzt werden kann. Des Weiteren bietet Xcode Cloud paralleles Testen von Apps in der Cloud auf simulierten Versionen jedes aktuellen Apple-Geräts. Der in Apples Entwicklungsumgebung Xcode integrierte Dienst ist in verschiedenen Abo-Modellen für unterschiedliche Anforderungen erhältlich, angefangen bei 25 Stunden pro Monat. Der Dienst ist bis Dezember 2023 für alle Mitglieder des Apple Developer Program bis 1000 Stunden pro Monat kostenlos.

Die neue Xcode-Version 14 wartet mit Produktivitätsverbesserungen auf. Projekt-Builds sind bis zu 25 Prozent schneller und die Xcode App ist beim Download 30 Prozent kleiner. Ein neues Multiplattform-Target stellt eine einzige SwiftUI-Schnittstelle für iOS, iPadOS und TvOS bereit. Der Code lässt sich so einfacher pflegen und anpassen und so die spezifischen Möglichkeiten der einzelnen Plattformen unkomplizierter nutzen. Dazu kommt eine nun standardmässig interaktive SwiftUI-Live-Vorschau, die Änderungen am Code sofort anzeigt. Entwickler können zudem Varianten jeder Vorschau erstellen, ohne dazu Code zu schreiben oder Paramteter wie Farbschema, Textgrösse oder Geräteausrichtung bei den Bedienungshilfen zu ändern. Verbessert wurden darüber hinaus die Sprach- und Bearbeitungsfunktionen, und die automatische Vervollständigung ist intelligenter.
Besonders für die Game-Entwicklung führt Apple Metal 3 ein, die neueste und deutlich leistungsfähigere Version seines Grafik-Frameworks. mit MetalFX Upscaling lassen sich komplexe Szenen mit weniger rechenintensiven Frames schnell rendern und danach durch Resolution Scaling und Kantenglättung verfeinern. Eine neue Fast Resource Loading API verkürzt die Wartezeiten durch einen direkteren Pfad vom Speicher zur GPU.

Bei der Programmiersprache Swift wurde die Stringverarbeitung wesentlich leistungsfähiger gemacht und die Möglichkeit von Literalen für reguläre Ausdrücke direkt in die Sprache integriert. Der Swift Packet Manager bietet neu Package-Plug-ins, mit denen Entwickler eigene Befehle für die Projekte ausführen, hochladen und mit anderen teilen können. Das User Interface Framework SwiftUI bekommt eine optimierte Navigation API. Developer können so einfacher kontrollieren, wie sich eine App von Ansicht zu Ansicht verhält. Zusätzlich zu den allgemeinen App-Layouts lassen sich neu Custom Layouts anlegen und so Versionen erstellen, die sich am besten für das jeweilige App-Design eignen. Zur Visualisierung von Daten wurde auch Swift Charts markant verbessert und lässt sich nun an fast alle Diagramme anpassen.
 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Aus welcher Stadt stammten die Bremer Stadtmusikanten?
Antwort
Name
E-Mail
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER