Freelancer-Stundenansätze um fast 10 Prozent gesunken
Quelle: Gulp

Freelancer-Stundenansätze um fast 10 Prozent gesunken

Laut einer Gulp-Studie sind die Stundenansätze von Schweizer Freelancern von durchschnittlich 152 Franken im Jahr 2020 auf knapp 138 Franken im vergangenen Jahr gesunken.
24. Februar 2022

     

GULP, auf die Bereiche IT, Engineering, Finance und Life Science spezialisierter Personaldienstleister, hat die Ergebnisse seiner Gulp Arbeitsleben Studie 2021 veröffentlicht. An der Studie haben zwischen Juni 2021 und Januar 2022 knapp 800 Teilnehmer aus der DACH-Region und dabei knapp 180 aus der Schweiz teilgenommen. Die erhobenen Zahlen zeigen, dass die Stundensätze von Freelancern im vergangenen Jahr abgenommen haben – und das recht deutlich. Lag der durchschnittliche Stundensatz der Schweizer Studienteilnehmenden im Jahr 2020 noch bei 151.97 Franken, sank er im letzten Jahr um 9,4 Prozent auf 137.68 Franken. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Stundenansatz 2021 bei etwas über 98 Euro.

Als mögliche Erklärung für den Rückgang führt Gulp ins Feld, dass der Anteil derjenigen Studienteilnehmer mit einem Stundensatz von 190 Franken oder mehr stark abgenommen hat – von 16,1 auf 10,2 Prozent. Der grösste Teil der Studienteilnehmer – nämlich knapp ein Drittel – stellt einen Stundenansatz von 100 bis 130 Franken in Rechnung. 13,6 Prozent (Vorjahr 8 Prozent) verrechnen zwischen 70 und 100 Franken. Gulp schreibt allerdings auch: "Die Abweichungen – vor allem im Durchschnittsstundensatz – könnten sich aber auch auf die Anzahl der Studienteilnehmenden zurückführen lassen, da die Beteiligung im Vergleich zur letzten Erhebung niedriger ausgefallen ist."


Erstmals wurde im Rahmen der Gulp Arbeitsleben Studie auch das durchschnittliche Jahresgehalt der Festangestellten erhoben, das bei 120'120.22 Franken liegt und in Deutschland bei 52'081.23 Euro. Die Branchen, die in der Schweiz am besten bezahlen, sind Versicherungen (178'600 Franken), Telcos (151'000 Franken), Banken und Finanzen (150'700 Franken), Energie (145'000 Franken) sowie Transport und Verkehr (140'000 Franken). Allerdings sagt Gulp selbst, dass die Aussagekraft dieser Zahlen überschaubar ist, da bei der Aufschlüsselung nach Branchen in die einzelnen Kategorien nur recht wenige Teilnehmer fallen. (mw)



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Kommentare
Das erstaunt doch etwas und steht krass im Widerspruch eines Artikel im Blick dieser Woche wonach den IT-Fachleuten der rote Teppich ausgelegt wird. Ich denke auch, wie Gulp selber auch mitteilt, dass diese Zahlen mit Vorsicht zu geniessen sind. Wenn man schon die Ansätze von Deutschland mit einbezieht, müsste man auch dem Verhältnis der ausländischen gegenüber den Schweizer-Dienstleistern mehr Beachtung schenken. Und müsste dann das durchschnittliche Brutto-Jahresgehalt nicht auch etwas gesunken sein ?
Donnerstag, 24. Februar 2022, Moser Paul



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