Replay-TV kostet bei Init7 extra - andere Anbieter sollen folgen

Replay-TV kostet bei Init7 extra - andere Anbieter sollen folgen

(Quelle: UPC)
11. Februar 2022 - Der Winterthurer Provider Init7 verlangt für Replay-TV neu einen Aufschlag von 11 Franken pro Monat. Auch Quickline und Salt erwägen Preiserhöhungen, während sich Sunrise UPC und Swisscom bedeckt halten.
"Preishammer bei Digital-TV" schreibt der "Tagesanzeiger" und spielt damit auf Preiserhöhungen an, die von den hiesigen Providern für zeitversetztes Fernsehen – sogenanntes Replay-TV – angedacht oder bereits verlangt werden. Bis anhin war Replay-TV in den kostenpflichtigen Angeboten der verschiedenen TV-Anbieter ohne Zusatzkosten enthalten. Seit diesem Jahr aber müssen die Provider den Fernsehsendern höhere Abgaben entrichten, damit sie die Funktion des zeitversetzten Fernsehens anbieten können. Die Sender sollen so für die entgangene Werbezeit entschädigt werden, denn mit Replay-TV ist es ein Einfaches, die Werbeblöcke zu überspulen. Geregelt sind die Abgaben im sogenannten Gemeinsamen Tarif 12 (GT12), der dafür sorgt, dass Replay TV pro Endnutzer und Monat neu 7 Franken (ab 2026 8 Franken) anstatt wie bis anhin 2 Franken kostet. Dies entspreche einer Erhöhung von 250 Prozent, wie der Winterthurer Provider Init7 kurz vor Weihnachten in einem Blog-Beitrag schrieb.
Ebendieses Init7 verrechnet nun als erster (aber kaum als einziger) Provider für Replay-TV eine Zusatzgebühr von 11 Franken, während Internet-Kunden "normales" Fernsehen ohne Replay-TV weiterhin kostenlos nutzen können. Quickline sowie Salt würden laut "Tagesanzeiger" ebenfalls Preiserhöhungen wegen Replay-TV erwägen, wobei der Umfang der Erhöhungen noch offen sei. Derweil würden sich die beiden Marktführer Swisscom und Sunrise UPC bedeckt halten. Swisscom wird mit den Worten zitiert, dass sich "vorerst noch nichts ändere", und dass man allfällige Anpassungen des Angebots "zur gegebenen Zeit" mitteilen werde. Sunrise UPC spricht von "unterschiedlichen Angeboten", die es geben soll. Man werde rechtzeitig über die neuen Preismodelle informieren. "Dem Vernehmen nach", so der "Tagesanzeiger", wollten die Telcos die höheren Tarife ab April oder Mai auf die Kunden abwälzen.

GT12 sieht für die Anbieter auch einen Kompromiss vor. Und zwar können sie Replay-TV so anbieten, dass während der Nutzung der Funktion fixe Werbespots gezeigt werden, die nicht übersprungen werden können. Wer diese Option umsetzt, muss weiterhin "nur" 2 Franken pro Nutzer und Monat entrichten. Entsprechend kann man davon ausgehen, dass die Provider über kurz oder lang abgestufte Preismodelle rund um Replay-TV anbieten werden. (mw)

Kommentare

Montag, 14. Februar 2022 Jan
Eine Preiserhöhung bei Quickline, motiviert aus diesen Beweggründen, wäre ein Grund Digital-TV grundsätzlich zu kündigen. Nach dem gegenderte Inhalte auf diversen Sendern häufiger werden, lohnt es sich nicht mehr für die anderen so viel zu bezahlen. Medienschaffende nutzen ihre Kanäle zusehends, um ihre zweifelhaften Ideologien zu verbreiten. Dafür will ich kein Geld ausgeben.

Samstag, 12. Februar 2022 K. Roksi
Ich habe mich immer wider gefragt, wieso man überhaupt solche Kanäle nutzt um Fern zu sehen. Man bezahlt für etwas, das man wenig beeinflussen kann, was meist kommerzialisierte Senderauswahl, und ist auf gedeih und verderb auf die proprietäre technik angewiesen, und der konsum wird auch noch gemessen (1 Leitung, 1 Kanal, ganz infach für den Anbieter!). Das passte mir nie, wshalb ich bei Satelliten-TV geblieben bin. Eine Riesenauswahl von Fernsehprogrammen, verschiedenen Satelliten, und vor Allem die Möglichkeit alles aufzuzeichnen, keine Limitationen. Das schönste aber ist, dass ich keine monatlichen Kosten habe. Ich habe unterdessen tausende Franken gespart. Der erste Sat-Empfänger hat 12 Jahre gehalten und wurde erst vor Kurzem gegen ein akt. Modell ersetzt. Probieren Sie es doch auch

Freitag, 11. Februar 2022 rozu
Was bedeutet das denn für Zattoo, Teleboy, Wilma & Co.? Diese Tarife wurden doch schon vor kurzem etwas erhöht.

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