Cyber-Vorfälle wichtigstes Geschäftsrisiko für Schweizer Unternehmen

(Quelle: Allianz)

Cyber-Vorfälle wichtigstes Geschäftsrisiko für Schweizer Unternehmen

(Quelle: Allianz)
19. Januar 2022 - Das Allianz Risk Barometer 2022 zeigt, dass weltweit und in der Schweiz Cyber-Vorfälle und besonders Ransomware-Attacken als bedeutendstes Geschäftsrisiko gesehen werden.
Das Versicherungsunternehmen Allianz hat zum elften Mal Unternehmen auf der ganzen Welt zu deren Sicht auf Geschäftsrisiken befragt und legt nun die Ergebnisse des Allianz Risk Barometer 2022 vor. Global wurden Cyber-Vorfälle, Betriebsunterbrechungen und Naturkatastrophen am meisten genannt. Die Sorgen wegen der Pandemie sind dagegen im Sinken begriffen – die meisten Unternehmen fühlen sich in dieser Hinsicht angemessen gerüstet.

Cyber-Vorfälle wurden von 44 Prozent der Befragten genannt, Unterbrechungen des Betriebs liegen mit 42 Prozent Nennungen knapp dahinter. Mit 25 Prozent gelten Naturkatastrophen als das drittwichtigste Risiko. Erst auf dem sechsten Platz liegt der Klimawandel mit 17 Prozent – aber seine Bedeutung hat sich gesteigert, lagen Klimaprobleme in der vorangegangenen Umfrage noch auf Rang neun. Weltweit hat der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) für die Studie 2650 Experten in 89 Ländern und Territorien befragt.
(Quelle: Allianz)
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Unter den Cyber-Vorfällen machen insbesondere die stetig zunehmenden Ransomware-Angriffe Sorgen, wie Jens Krickhahn, Practice Leader Cyber bei AGCS für Zentral- und Osteuropa, erklärt: "Ransomware ist zu einem grossen Geschäft für Cyberkriminelle geworden, die ihre Taktiken verfeinern und die Einstiegshürden senken – der Einsatz der Verschlüsselungssoftware kostet nur wenige Euro und erfordert geringe technische Kenntnisse. Die Kommerzialisierung der Internetkriminalität macht es einfacher, Schwachstellen in grossem Stil auszunutzen. Wir werden mehr Angriffe auf Lieferketten und kritische Infrastrukturen erleben."

Die Umfrageergebnisse für die Schweiz ähneln in der Rangfolge den globalen Erkenntnissen, teils jedoch mit anderer und an der Spitze mit deutlich höherer Gewichtung. So bezeichnen 61 Prozent der Befragten von Schweizer Unternehmen Cyber-Vorfälle als Risiko, Betriebsunterbrechungen folgen mit 57 Prozent. An dritter Stelle liegen Marktveränderungen mit 25 Prozent Nennungen. Naturkatastrophen kommen in der Schweizer Risiko-Top-10 gar nicht vor – weitere Details siehe Grafik. (ubi)

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