Die Unternehmenskultur gezielt entwickeln

Die Unternehmenskultur gezielt entwickeln

4. September 2021 - Viele Top-Manager befassen sich ungern mit dem Thema Unternehmenskultur. Doch bei der Kulturentwicklung geht es primär um Fragen, die auch einen starken Einfluss auf solch harte Erfolgsparameter wie Ertrag und Marktanteil haben.
Artikel erschienen in IT Magazine 2021/09
Die meisten Unternehmensführer wissen, welchen Einfluss die sogenannten Soft Facts auf die Hard Facts, also harte betriebswirtschaftliche Zahlen, haben. Ihnen ist zum Beispiel bewusst, dass eine hoch motivierte Mannschaft scheinbar Unmögliches erreichen kann. Eine Belegschaft hingegen, die innerlich gekündigt hat, führt mittelfristig auch wirtschaftlich gesunde Unternehmen in den Ruin. Entsprechend gross ist oft ihr Wunsch, die Unternehmenskultur zu verändern. Zum Beispiel in die Richtung, dass die Mitarbeiter bereichsübergreifend stärker als Team agieren, aus Erkenntnissen schneller Entscheidungen ableiten und umsetzen oder bei ihrer Arbeit stärker die Bedürfnisse der Kunden berücksichtigen.

Kulturentwicklung ist kein «Sozial-Klimbim»

Trotzdem wird in den meisten Betrieben keine bewusste Kulturarbeit betrieben, denn viele Unternehmensführer befassen sich ungern mit den Soft Facts. Zum einen, weil sich diese Faktoren schwieriger als der Umsatz mit Kennzahlen erfassen lassen. Zum anderen, weil sie – unbewusst – Kulturfragen oft als «Sozial-­Klimbim» erachten, der viel Zeit und Geld kostet. Das liegt auch daran, dass im öffentlichen Diskurs über das Thema Unternehmenskultur meist primär über die Programme der Unternehmen zur Förderung der Mitarbeiter und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen wird. Dadurch entsteht der Eindruck, die Unternehmen mit den aufwändigsten Programmen dieser Art hätten die beste Unternehmenskultur.

Dabei wird übersehen, dass sich in solchen Programmen zwar teilweise die Kultur eines Unternehmens widerspiegelt, letztlich geht es aber um tiefer gehende Fragen. Zum Beispiel:

- Von welchen Normen lassen sich Mitarbeiter und Führungskräfte bei ihrer Arbeit leiten?

- Von welchen Grundeinstellungen ist die Zusammenarbeit geprägt?

- Wie geht das Unternehmen mit neuen Herausforderungen um? Werden sie verdrängt oder aktiv bearbeitet?
 
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