Ex-IT-Kadermitarbeiter des Spitals Triemli soll sich um Millionen bereichert haben

(Quelle: www.stadt-zuerich.ch)

Ex-IT-Kadermitarbeiter des Spitals Triemli soll sich um Millionen bereichert haben

(Quelle: www.stadt-zuerich.ch)
15. August 2021 - Ein Kadermann, der beim Spital Triemli beschäftigt war, soll auf Kosten des Arbeitgebers IT-Equipment bestellt und dieses privat dann weiterverkauft haben. Nun sitzt er in U-Haft.
Am Zürcher Spital Triemli soll es während mehrerer Jahre zu einem Betrug innerhalb der IT-Abteilung gekommen sein. Wie die Plattform "Inside Paradeplatz" berichtet, soll ein ehemaliger Kadermann – die Rede ist von einem Informatik-Teamleiter – über Jahre hinweg auf Spitalkosten IT-Equipment bei Onlinehändlern bestellt haben, um dieses Equipment dann mit Hilfe eines Vertrauten privat weiterzuverkaufen. Wo der Erlös dieser Verkäufe landete, ist laut Bericht aktuell Gegenstand von Ermittlungen. Die Rede ist von einer Deliktsumme in Millionenhöhe, die zwischen 2014 und 2019, als der Betrug aufflog, zusammengekommen sei.

Wie "Inside Paradeplatz" schreibt, gab es bereits früher Warnungen, doch keiner der Vorgesetzten des Mannes sei eingeschritten. Aufgeflogen ist die Geschichte schliesslich im Herbst 2019, als der Kadermitarbeiter in den Ferien weilte und es zu IT-Problemen kam, bei deren Behebung der Betrug dann entdeckt wurde. Daraufhin habe das Spital Strafanzeige eingereicht. Anstatt an seinen Arbeitsplatz zurückzukehren, soll sich der Mann ins Ausland abgesetzt haben – die Rede ist von der Ukraine, dem Land seiner Partnerin. Seit einigen Wochen, so "Inside Paradeplatz", sitze der Verdächtige aber in Winterthur in U-Haft. Die Untersuchungen laufen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie in dem Bericht weiter zu lesen ist, habe das Ignorieren der Hinweise durch die Vorgesetzten des Kadermitarbeiters bis heute keine Konsequenzen gehabt. Der damalige Chef des Inhaftierten soll heute "einen anderen Kaderjob bei einer bekannten Informatik-Firma in der Schweiz" inne haben, so "Inside Paradeplatz". Auch seitens der Stadt Zürich sei bis heute niemand zur Verantwortung gezogen worden. (mw)

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