Grafikkarten-Boom macht sich auch auf Ricardo bemerkbar
Quelle: SITM

Grafikkarten-Boom macht sich auch auf Ricardo bemerkbar

Die Nachfrage nach Grafikkarten macht sich auch auf Ricardo.ch bemerkbar. So sind in den ersten Monaten des Jahres fast drei Mal so viele Grafikkarten verkauft worden als noch 2020, und auch die Preise haben massiv angezogen.
17. Juni 2021

     

Dass der Markt für Komponenten und dabei insbesondere für Grafikkarten ausgetrocknet ist, ist kein Geheimnis. Die Folge davon – verzögerte Produktion, Lieferengpässe, tiefere Lagerbestände und dadurch erhöhte Preise – bekommen Konsumenten auch auf Ricardo.ch zu spüren. Das zeigt sich an Zahlen, die der Schweizer Online-Marktplatz veröffentlicht hat. Laut Ricardo wurden auf der Plattform zwischen Januar und Mai 8690 Grafikkarten verkauft – das sind drei Mal mehr als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Förmlich explodiert sind auch die Preise. Wurden im letzten Jahr für eine neue Grafikkarte im Schnitt 175 Franken bezahlt, bewegt sich der Durchschnittspreis dieses Jahr bei sage und schreibe 810 Franken, was mehr als vier Mal so viel ist. Und auch die Preise für gebrauchte Grafikkarten schossen in die Höhe, von durchschnittlich 126 Franken im letzten Jahr auf rund 400 Franken.


Man beobachte seit rund einem halben Jahr stark steigende Verkaufszahlen und -preise in der Grafikkarten-Kategorie, schreibt Ricardo. Den absoluten Höhepunkt erreichte der Boom im März 2021, in dem rund 2400 Grafikkarten und damit 320 Prozent mehr als im März des Vorjahres verkauft wurden. Gleichzeitig würden auch immer mehr Ricardo-Mitglieder ihren möglichen Verkaufserfolg im Anbieten der rar gewordenen Grafikkarten wittern. So hat sich die Zahl der Grafikkarten-Anbietenden im März 2021 im Vorjahresvergleich von 500 auf 1760 mehr als verdreifacht.
Die Knappheit hat offenbar auch dazu geführt, dass auf Ricardo.ch – eigentlich eine Gebrauchtwaren-Plattform – zunehmend mehr neue Grafikkarten gehandelt werden. Handelte es sich bis Ende 2020 bei rund 90 Prozent der erfolgreich verkauften Grafikkarten und Second-Hand-Komponenten, habe sich der Anteil von fabrikneuen Grafikkarten zuletzt von 10 Prozent auf 30 Prozent gesteigert. "Der Blick auf die absoluten Zahlen zeigt, dass von Januar bis Mai 2021 3150 neue Grafikkarten über den virtuellen Ladentisch von Ricardo gingen – das sind 10-mal mehr als in derselben Vorjahresperiode." Aktuell seien auf Ricardo.ch gut 500 Grafikkarten zu finden, zwei Drittel davon seien gebrauchte Modelle. (mw)


Weitere Artikel zum Thema

Massive Lieferverzögerungen bei Nvidia-GPUs

13. Oktober 2020 - Käufer der neuen Grafikkarten der RTX-3000-Serie von Nvidia müssen wahrscheinlich auf ihre neue GPU warten: Die Lieferverzögerungen vonseiten Nvidia sind gross, die Händler erhielten bisher nur einen Bruchteil ihrer eigentlichen Bestellungen.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Wie hiess im Märchen die Schwester von Hänsel?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER