BFS baut Kompetenzzentrum für Datenwissenschaften auf

BFS baut Kompetenzzentrum für Datenwissenschaften auf

(Quelle: Pixabay/Goumbik)
4. Januar 2021 - Das Bundesamt für Statistik organisiert sich neu und baut dazu unter anderem eine Abteilung für die Datenbewirtschaftung sowie ein Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft auf.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) startet mit einer neuen Organisationsstruktur ins Jahr 2021. Das Kerngeschäft des BFS ist die Produktion statistischer Informationen. Darüber hinaus hat es eine neue Abteilung für die nationale Datenbewirtschaftung sowie ein nationales Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft ins Leben gerufen. Damit wird verschiedenen Bundesratsentscheiden Folge geleistet.

Zurzeit wird beim BFS ein Kompetenzzentrum für Datenwissenschaft (DSCC) eingerichtet, um einen neuen Auftrag des Bundesrates zu erfüllen. Das Kompetenzzentrum wird in die neue Abteilung Datenwissenschaft und statistische Methoden (DSSM) unter der Leitung von Bertrand Loison integriert.

Das DSCC wird Dienstleistungen im Bereich der Datenwissenschaft im Sinne von Data Science as a Service (DSaaS) anbieten. Im Zentrum stehen dabei Prozesse, die darauf abzielen, komplexe, unstrukturierte und datenreiche Problemstellungen durch die Anwendung datenwissenschaftlicher Methoden, Techniken und Praktiken zu lösen. Langfristig geht es darum, aus konkreten Projekten möglichst viel Wissen zu generieren. Diese neuen Dienstleistungen werden der gesamten Bundesverwaltung in Zusammenarbeit mit den kantonalen und kommunalen Verwaltungen angeboten.

"Das BFS ermöglicht es der Verwaltung, unter Einhaltung des Datenschutzes zu experimentieren. Die Idee ist, dass wenn eine Person in der Bundesverwaltung eine datenwissenschaftliche Fragestellung hat, sie bei uns nachfragen kann, ob bereits ähnliche Probleme aufgetaucht sind und welche Lösungswege in Frage kommen", so der Direktor des BFS, Georges-Simon Ulrich.


Das innerhalb der Bundesverwaltung vernetzte Kompetenzzentrum umfasst ein Team, das aus Wissenschaftlern mit akademischem Hintergrund in den Bereichen Mathematik, Statistik, Datenwissenschaft und Data Engineering besteht. "Ziel ist, die Daten stärker sicht- und nutzbar zu machen, um sie noch besser zu analysieren und um besser zu verstehen, was um uns herum geschieht", ergänzt Georges-Simon Ulrich.

Die zweite neue Aufgabe des BFS betrifft die Daten an sich. Die neue Abteilung Interoperabilität und Register (IOR) unter der Leitung von Manuela Lenk ist dafür zuständig, ein Datenökosystem für die Schweiz aufzubauen. Die Daten der Bundesverwaltung sollen künftig besser genutzt werden können, damit Unternehmen und Privathaushalte nicht mehrmals befragt werden müssen. Um dies zu gewährleisten, erstellt das BFS derzeit ein Inventar mit einer genauen Beschreibung der Dateninhalte auf Ebene der Bundesverwaltung. (swe)

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