EU nimmt Apple doppelt unter die Lupe
Quelle: Apple

EU nimmt Apple doppelt unter die Lupe

Die EU-Kommission untersucht auf Beschwerden hin den Umgang von Apple mit Abonnements im App Store und mit der NFC-Schnittstelle des iPhone.
17. Juni 2020

     

Apple bekommt die Energie, mit der sich die EU-Kommission um Wettbewerbsverzerrungen kümmert, jetzt hautnah mit. Der Tech-Konzern aus Cupertino sieht sich gleich mit zwei Verfahren konfrontiert. Untersucht werden die App-Store-Regeln und Apples Umgang mit der NFC-Schnittstelle der neueren iPhones.

Nicht nur App-Entwickler, sondern auch Anbieter von Streaming-Diensten wie Spotify oder generell von Abonnements müssen bei Verkäufen über den App Store das integrierte Bezahlsystem mit so genannten In-App-Käufen nutzen und 30 Prozent der Einnahmen an Apple abliefern. Dabei darf gemäss Apples Regeln nicht darauf hingewiesen werden, dass ein Abo auch anderweitig bezahlt werden könnte. Dies verzerrt für Anbieter, die vergleichbare Dienste wie Apple offerieren, den Wettbewerb: Während Spotify nur 70 Prozent der Verkaufssumme erhält, streicht Apple beim hauseigenen Apple Music den vollen Abo-Betrag ein.


Ein zweites anhängiges Verfahren soll prüfen, inwieweit Apple mit der Einschränkung der NFC-Schnittstelle auf die eigene Payment-Plattform Apple Pay die Wettbewerbsregeln verletzt. Andere Zahlungsdienstleister bleiben bei kontaktlosen Transaktionen auf dem iPhone bisher aussen vor. Hier sieht die EU-Kommission laut Medienberichten allerdings weniger Chancen für den Erfolg der Beschwerde. (ubi)



Weitere Artikel zum Thema

Sammelklage gegen Apple wegen Antennen-Design des iPhone XR

8. April 2020 - Weil im iPhone XR nur eine Antenne mit 2x2 MIMO verbaut sei und dadurch die Verbindungsqualität leide, strengen kalifornische Käufer des Geräts eine Sammelklage gegen Apple an.

25 Dollar pro iPhone, Apple schlägt Einigung über 500 Millionen Dollar vor

3. März 2020 - Weil man iPhones absichtlich per Betriebssystem-Update drosselte, soll Apple seine Nutzerschaft entschädigen. Der Konzern hat nun eine Einigung über 500 Millionen Dollar vorgeschlagen.

EU-Parlament stimmt für Ladekabel-Standard

2. Februar 2020 - Das EU-Parlament hat einer Vereinheitlichung der Ladekabel für Mobilgeräte deutlich zugestimmt. Bis zum kommenden Sommer sollen Vorschriften für die Hersteller ausgearbeitet werden.


Artikel kommentieren
Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Anti-Spam-Frage: Was für Schuhe trug der gestiefelte Kater?
GOLD SPONSOREN
SPONSOREN & PARTNER