Datenschutz via Fingerabdruck
Quelle: Samsung

Samsung-SSD T7 Touch

Datenschutz via Fingerabdruck

Mit der T7 Touch bietet Samsung eine tragbare SSD, die schnelle Datenübertragung mit praktischer AES-256-Bit-Hardware-Sicherheit auf Knopfdruck verbindet.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2020/05

     

Samsung hat mit der Portable SSD T7 Touch die erste tragbare SSD mit eingebautem Fingerabdruck-Scanner vorgestellt. Die SSD T7 Touch soll im Vergleich zur Vorgängerserie nahezu doppelte Übertragungsraten bieten. Interessant ist aber wohl insbesondere der Fingerabdruck-Scanner, mit dem die Inhalte auf der SSD geschützt werden können. Wir haben getestet und herausgefunden, ob es sich lohnt, seine Daten mit dem Daumen zu sichern.

Doch zuerst einmal zu den Daten und Spezifikationen: Die T7 ist eine USB 3.2 Gen 2 SSD, die ungefähr die Form des Vorgängermodells T5 hat, aber mit 85x57x8 Millimeter etwas dünner ist und nur 58 Gramm auf die Waage bringt. Laut Samsung bietet die SSD über das NVMe-­Protokoll Lesegeschwindigkeiten von bis zu 1050 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1000 MB/s. Grosse Dateien, etwa Videos in 4K- beziehungsweise 8K-Qualität, sollten sich dadurch also schnell von einem Gerät zum anderen übertragen und bequem transportieren lassen. Samsung stattet die T7 auch mit AES-256-Bit-Hardwareverschlüsselung aus, um Geschäftsanwender anzusprechen, die sich eine zusätzliche Sicherheitssperre für ihre Daten wünschen.


Dank schlankem Design lässt sich die SSD leicht in praktisch jede Tasche stecken. Zudem ist die T7 mit Aluminium umhüllt, das laut Samsung bis zu einem Fall aus bis zu 1,5 Metern Höhe stossfest ist. Die Portable SSD T7 Touch kann ­ausserdem nicht nur den Speicher von PCs und Notebooks erweitern, sondern kann auch an Android-Tablets oder Smartphones angeschlossen werden. In der Verpackung findet sich dazu ein USB-C-zu-USB-C-Kabel sowie ein USB-C-zu-USB-Typ-A-Kabel.


Einrichtung und Software

Das bei weitem spannendste Feature der T7 ist klar der eingangs erwähnte quadratische Fingerabdruck-Scanner auf der Oberseite des Geräts. Dieser ist standardmässig inaktiv, kann aber mit der Windows-, MacOS- und Android-App, die direkt auf der SSD geliefert wird, aktiviert werden. Die Android-App muss allerdings aus dem Google Play Store heruntergeladen werden, auf dem Datenspeicher findet sich lediglich ein Link zum Download. Möglich ist die Registrierung von bis zu vier Fingerabdrücken, welche die SSD via Sensor freischalten können. Ein etwas weniger innovativer Passwortmodus kann mittels Software aktiviert werden. Der Sicherheitsmodus per Fingerscan kann jederzeit ausgeschaltet werden, um ihn wieder einzuschalten muss man allerdings die gesamte Einrichtungsroutine erneut durchlaufen, was etwas mühsam ist, datenschutztechnisch aber durchaus Sinn macht.


Die Software von Samsung für die SSD ist einfach zu bedienen, bietet aber ausser der Einstellung beziehungsweise Auswahl der verschiedenen Schutzmethoden keine weiteren Funktionen. Dafür ist das Ganze in wenigen Minuten eingerichtet und falls man sich für den Fingerprint-Modus entscheidet, fällt danach die Softwarenutzung komplett weg.

Fingerabdruck-Scanner

Der Fingerabdruck-Scanner wird durch die sogenannte Motion LED eingerahmt. Diese zeigt dem Nutzer den aktuellen Gerätestatus an. Ist die SSD eingeschaltet, leuchtet das Quadrat durchgängig blau; werden Daten übertragen, rotiert das Farbfeld. Während der Identifikation des Fingerabdrucks blinkt die Anzeige abwechselnd farbig auf.

Nach der Einrichtung muss das Laufwerk jedes Mal, wenn es an ein Gerät angeschlossen wird, entsperrt werden. Danach bleibt die SSD solange entsperrt, bis man diese vom angeschlossenen Gerät entfernt. Der Hauptvorteil eines Fingerabdrucks gegenüber einem herkömmlichen Kennwort besteht allerdings darin, dass nach der Ersteinrichtung keine Software erforderlich ist, damit dies funktioniert. Die gesamte Ver- und Entschlüsselung wird auf dem Laufwerk abgewickelt. Das bedeutet, dass die T7 Touch etwa auch an Wireless-Router, Fernseher oder irgendein anderes Gerät angeschlossen und per Fingerabdruck entsperrt werden kann. Im Test gab es dabei keinerlei Probleme, ob am PC, Laptop oder Android- Handy. Noch nicht unterstützt wird derzeit iOS. Der Scanner reagiert schnell: Finger drüberziehen und die SSD ist entsperrt – egal an welches Gerät sie gerade angeschlossen ist. Wichtig ist allerdings, dass man den registrierten Finger nicht nur ganz kurz auf den Sensor hält, da es gefühlt doch etwa eine Sekunde dauert, bis die Entsperrung klappt. Wie bei jedem Fingerabdruck-Scanner, klappt das natürlich nicht zu 100 Prozent, doch kam es beim Test zu sehr wenigen Fehlversuchen. Und auch wenn es mal nicht klappt, kann der Prozess sofort wiederholt werden, wobei man vom Motion LED visuelles Feedback erhält.


Schnelle Übertragungs­geschwindigkeiten

Das NVMe-Solid-State-Laufwerk der T7 Touch bedeutet eine enorme Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeiten im Vergleich zu dem in T5 verwendeten SATA-Laufwerk. Wie schnell Daten genau übertragen werden, hängt natürlich ganz davon ab, an welche Art von Computer man die SSD anschliesst. Laut Samsung sollen wie bereits erwähnt sequentielle Lesegeschwindigkeiten von 1050 MB/s und sequentielle Schreibgeschwindigkeiten von 1000 MB/s möglich sein. In unseren Tests über einen USB 3.2 Port an einem Desktop erreichte die SSD diese Zahlen zwar nicht ganz, kam aber sehr nahe ran. So erreichte die T7 im Benchmark mit Crystaldiskmark eine Lese- und Schreibgeschwindigkeit von 952 MB/s respektive 960 MB/s.


Preise und Verfügbarkeit

Die Portable SSD T7 Touch ist in der Schweiz in den Farben Schwarz und Silber und mit Speicherkapazitäten von 500 GB, 1 TB und 2 TB erhältlich. Sie ist mit Windows-, Mac- und Android-Betriebssystemen kompatibel und bietet eine eingeschränkte, dreijährige Garantie. Der Kostenpunkt liegt für 500 GB bei 157 Franken, für 1 TB bei 236 Franken und für 2 TB bei 449 Franken. (swe)



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