Google deckt Angriffswelle auf iPhones auf
Quelle: Pixabay/B_A

Google deckt Angriffswelle auf iPhones auf

Ein Sicherheitsteam von Google hat Schwachstellen in iOS entdeckt, die es Hackern ermöglichten, über präparierte Webseiten bei Tausenden von iPhone-Anwendern Malware einzuschleusen. Apple hat für die Schwachstellen im Februar Patches ausgeliefert.
1. September 2019

     

Im Februar hat Apple im Rahmen eines Updates für iOS 12.1.4 eine Reihe von Security-Fixes ausgeliefert. Mit den Patches wurden Fehler eliminiert, die einem potentiellen Angreifer das Ausführen von Code ermöglicht hätten. Während Apple sich damals mit weiteren Erläuterungen zurückhielt, bringt jetzt Googles Project-Zero-Team Licht ins Dunkel. Das Team, das sich die Aufdeckung von Sicherheitslecks auf die Fahne geschrieben hat, entdeckte vor einigen Monaten eine Reihe von gehackten Webseiten, die genutzt wurden, um iPhone-Benutzer mit Malware einzudecken. Wie via Blog-Posting jetzt mitgeteilt wird, verbreiteten die Seiten wohl während mehr als zwei Jahren Malware, wobei von Tausenden Opfern pro Woche die Rede ist. Durch das Einschleusen der Spionagesoftware sei es möglich gewesen, private Informationen wie Mitteilungen aus Messaging-Apps, Fotos oder GPS-Positionen in Echtzeit auszulesen. Die Sicherheitslecks betrafen angefangen bei iOS 10 bis 12 quasi alle aktiven Versionen des Betriebssystems.


Das Project-Zero-Team hat Apple am 1. Februar über die Schwachstellen informiert, worauf Apple dann am 7. Februar besagte Updates ausgeliefert hat. (rd)



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Kommentare
Bei dieser Art von Nachrichten stellt sich mir immer die Frage, ob nun diese Patches auch besagte Malware entfernen oder wenigstens unbrauchbar macht und somit das Ausspionieren unterbindet? Oder wird da einfach zukünftigen potentiellen Opfern geholfen? Freue mich auf eine Antwort von Euch Experten.
Montag, 2. September 2019, Claudio



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