Happige DSGVO-Strafe gegen British Airways
Quelle: Pixabay/Tumisu

Happige DSGVO-Strafe gegen British Airways

Weil British Airways seine Benutzerdaten nicht genügend geschützt hatte und diese entwendet wurden, spricht das Amt des Datenschutzbeauftragten des Vereinigten Königreiches nun eine saftige Busse aus.
9. Juli 2019

     

UK Information Comissioner (ICO) Elizabeth Denham, Datenschutzbeauftragte des Vereinigten Königreiches, hat eine grosse Busse gegen die Fluggesellschaft British Airways, respektive deren Mutterkonzern International Airlines Group (IAG) ausgesprochen. Wie der Datenschützer auf seiner Webseite schreibt, hegt er die Absicht, British Airways mit einer Busse über knapp 223 Millionen Franken (183,39 Millionen Pfund) zu belegen. Dies aufgrund Zuwiderhandlungen gegen die Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO/GDPR), wegen denen vermutlich mehr als 500'000 Benutzer-Datensätze kompromittiert wurden.

Die Airline hatte im September 2018 festgestellt, dass eine Reihe Benutzer auf eine betrügerische Seite umgeleitet wurden, wo die Angreifer deren Benutzerdaten extrahieren konnten. Möglich war dies, weil die Sicherheitsvorkehrungen der Fluggesellschaft nicht sicher genug waren, weshalb das Büro des ICO nun die Strafe aussprechen will. Die Fluggesellschaft versicherte, dass man die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen überarbeiten will.


Die Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham kommentierte: "Die persönlichen Daten der Menschen sind genau das – persönlich. Wenn ein Unternehmen es nicht schafft, sie vor Verlust, Beschädigung oder Diebstahl zu schützen, ist das mehr als eine Unannehmlichkeit. Deshalb ist das Gesetz klar - wenn Sie mit personenbezogenen Daten betraut werden, müssen Sie sich darum kümmern. Diejenigen, die es nicht tun, werden von meinem Büro aus kontrolliert, um zu überprüfen, ob sie geeignete Massnahmen zum Schutz der Grundrechte auf Privatsphäre ergriffen haben." (win)



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