Die IT-Beschaffung im Umbruch

An der IT-Beschaffungskonferenz wurde nicht nur zugehört, sondern aktiv mitgedacht. (Quelle: Diego Saldiva)

Die IT-Beschaffung im Umbruch

(Quelle: Diego Saldiva)
2. September 2017 - Von Peter Götz, Senior Business Analyst bei den SBB

Am 15. August fand in den Räumlichkeiten der Universität Bern auf dem Von-Roll-Areal die 6. IT-Beschaffungskonferenz statt. Was soll die Revision des Beschaffungsgesetzes bringen?
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/09
Das Programm der IT-Beschaffungskonferenz war auch in diesem Jahr wieder mit prominenten Rednern bestückt. Nationalrätin und Grünen-Präsidentin Regula Rytz war genauso mit von der Partie wie BBL-Direktor Pierre Broye oder der eidgenössische Datenschützer Adrian Lobsiger. Die Konferenz stand ganz im Zeichen der Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB), welches mit jährlich rund 40 Milliarden Franken ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor ist.

Mehr als 350 Besucher waren anwesend, um aus erster Hand zu erfahren, was sich bei der Gesetzesrevision ändern soll. Ein Fokus lag auf der Diskussion des Öffentlichkeitsprinzips im neuen Beschaffungsrecht, welches im Entwurf des Bundesrates im Beschaffungsrecht neu aufgehoben werden soll. Während Anbieter die konsequente Wahrung von Geschäftsgeheimnissen einfordern, ist die Forderung nach Transparenz genauso auf dem Tapet. Das letzte Wort dürfte hier noch nicht gesprochen sein.

Regula Rytz eröffnete

Im Eröffnungsreferat erläuterte Regula Rytz die politische Sicht auf den aktuellen (BöB-Revision) Stand zur Beschaffungs-Gesetz Revision. Rytz hatte von 2005 bis 2012 als Regierungsmitglied der Stadt Bern selbst die politische Verantwortung über rund 1600 Beschaffungen und kennt sich in der Materie bestens aus.

Einige Änderungen werden durch das WTO-Übereinkommen (GPA) über das Beschaffungswesen getrieben, welches die Schweiz 2012 unterzeichnet hatte. Die grosse Mehrheit der Gesetzesänderungen ist unbestritten. Positiv erwähnte Rytz etwa die Stärkung des sogenannten Dialogverfahrens, die gerade bei komplexen IT-Beschaffungen von Vorteil sein wird. Kritisch sieht sie die Erweiterung der Möglichkeit für freihändige Vergaben bei Folgebeschaffungen. Läuft es nach Plan, wird das neue Beschaffungs-Gesetz frühestens 2019 umgesetzt sein.
 
Seite 1 von 3

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER