Mit einem gleichnamigen KI-Agenten will das Zürcher Start-up
Arcarius, gegründet 2024 von Isis Kratz (ex ZKB) und Robin Striebel (Treuhänder) und begleitet von Thomas Brändle (Gründer Run my Accounts, Ex-CEO Infoniqa Schweiz), die Schweizer Treuhand- und Accounting-Welt aufmischen. Das neue Tool soll mit dem traditionellen Ansatz reiner Routinewerkzeuge brechen und einen leistungsstarken Agenten-Workflow etablieren, wie Arcarius-CEO Isis Kratz festhält: "Routinetools bilden meist nur einzelne Schritte ab. Ein Agent wie Arcarius übernimmt ganze Prozesse – von der Vorbereitung über die Strukturierung bis zur Plausibilisierung."
Es handle sich bei Arcarius um mehr als eine Chat-Oberfläche. Der Agent gehe auf die Bedürfnisse des Kunden ein. Aufgrund beliebiger Fragen zur Buchhaltung liefert er Ad-hoc-Analysen, bereitet sie grafisch auf und weist auf Handlungsbedarf hin – zum Beispiel, wenn er Liquiditätsprobleme erkennt. Die Plattform kennt sich darüber hinaus mit den relevanten Gesetzen aus und kann so als digitaler Assistent für buchhalterische Fachfragen dienen.
Insbesondere Treuhänder können laut dem Unternehmen massiv von Arcarius profitieren und ihre Effizienz um ein Vielfaches steigern. In der Testphase hätten alle beteiligten Treuhänder dies bestätigt. Der Treuhänder-Vorteil gilt ganz besonders für das Closing Modul: Ein Monats-, Quartals- oder Jahresabschluss stehe auf Basis der Analyse von Buchungssätzen, Belegen und Banksaldi im Entwurf innert weniger Minuten bereit. Abschreibungen und Rechnungsabgrenzungen werden dabei automatisch berechnet, und die komplette Erfolgsrechnung und Bilanz im Erscheinungsbild der Firma erstellt. Arcarius übernehme somit einen Grossteil der Arbeit, der Fokus für einen Treuhänder verschiebe sich so von der Ausführung auf die Validierung.
Arcarius ist schon zur Lancierung mit der Plattform von Bexio verbunden und steht allen Bexio-Kunden ab sofort zur Verfügung. Die Anbindung an weitere Schweizer Buchhaltungssysteme wird geprüft. Ungewöhnlich ist das Preismodell: Anstelle eines klassischen Abonnements rechnet Arcarius via Credits nach dem Nutzungsverhalten ab. Je mehr Credits gekauft würden, desto günstiger werde die einzelne Nutzung, lässt der Anbieter verlauten.
(ubi)