Bei Bewegung Licht an
Quelle: Philips

Bei Bewegung Licht an

Smart Home: Grosses Update für Philips Hue
1. Oktober 2016

     

Im Oktober 2012 hat Philips seine allerersten mit dem Smartphone steuerbaren Hue-Glühbirnen auf den Markt gebracht. Was zunächst vor allem eine Farb-Spielerei war, ist mittlerweile der Inbegriff für kabellose, intelligente LED-Lichtsysteme im Heimbereich. Diese Position untermauert der Hersteller nun mit neuen Produkten, die im Rahmen der diesjährigen IFA angekündigt wurden.

Einige neue Lampen und ein Bewegungsmelder

In Berlin präsentierte Philips eine neue Generation der ursprünglichen, farbigen E27-Glühbirnen. Versprochen werden sattere Grün- und Blautöne. Leonardo Antonio Avezzano, Head of Product Management and Marketing Strategy für Philips Hue, erklärte gegenüber "Swiss IT Magazine" vor Ort, dass man damit auf einen vielfachen Kundenwunsch reagiere und nun das Maximum an Farbe(n) herausgeholt habe.

Gleichzeitig bringt Philips im Oktober auch sogenannte GU10-Reflektorlampen der White-Ambiance-Reihe für Decken-­Spots sowie über 25 neue Designleuchten mit variierbarem Weisslicht in den Handel. Letztere, ob Pendel-, Decken-, Tisch- oder Wandleuchte, bieten laut Avezzano wie alle anderen Hue-Leuchtmittel eine Lampenlebensdauer von 20’000 Stunden und kommen damit wohl schneller aus der Mode als sie den Geist aufgeben. Im Zentrum standen an der IFA aber nicht diese Produkte, sondern der Hue Bewegungsmelder, der Ende Oktober für nicht ganz 45 Franken in die hiesigen Verkaufsregale kommt. Dieser ermöglicht es, Lichter bei Bewegung mit einer bestimmten Intensität oder Farbe automatisch ein- und dann nach einer gewissen Zeit auch wieder auszuschalten. Anbringen beziehungsweise anschrauben, ankleben oder einfach hinstellen lässt sich der kleine, auch magnetische Sensor fast überall, wo man will.


"Niemand muss seine Kinder mehr daran erinnern, beim Verlassen eines Zimmers das Licht auszuschalten", verspricht Philips. Aber was ist, wenn ich Katzen oder Hunde habe? Schalten die dann einfach munter mein Licht ein und aus? Ja, ausser man schaltet einen bestimmten oder alle Bewegungsmelder per App zum Beispiel nachts ab oder platziert sie ganz einfach so, dass sie nicht falsch auslösen. Dabei muss man bedenken, dass die Reaktionszeit bei unter 0,5 Sekunden liegt, der Infrarot-Sensor einen Erkennungswinkel von 100 Grad bietet und gleichzeitig horizontal und vertikal um 60 Grad justierbar ist.


Für bis zu drei Räume sowie mit Tageslichtsensor

Der Hue Bewegungsmelder besitzt ­ausserdem einen integrierten Tageslichtsensor und schaltet laut Philips die Beleuchtung damit nur bei Bedarf ein, was Energie sparen soll. Das Gerät selber läuft mit zwei AAA-Batterien, die genügend Saft für zwei bis drei Jahre bieten sollen. Bis zu zwölf Bewegungsmelder lassen sich insgesamt vernetzen, wobei ein Sensor für Lampen in bis zu drei Räumen zuständig sein kann.

Hue bald auch in Firmen

Gleichzeitig mit dem neuen Bewegungsmelder hat Philips die Hue Dimmer Fernbedienung überarbeitet. Diese kann die Lampen künftig in vorprogrammierten Szenen starten, ohne zum Smartphone greifen zu müssen. Hue wird damit immer unabhängiger vom Handy und so für eine breitere Masse von Anwendern attraktiv.

Wie weit ist man nun noch vom Einsatz in Unternehmen und beispielsweise in Restaurants oder Hotels entfernt? Leonardo Antonio Avezzano weiss, dass Hue bereits in kleineren Bars eingesetzt wird. Für grössere Lokale, wo schnell einmal mehrere Bridges und 200 bis 300 Lampen gesteuert werden müssen, sei die Lösung derweil noch nicht bereit. Der Head of Product Management and Marketing Strategy für Philips Hue gibt aber zu, dass man solche Szenarien und Einsatzgebiete momentan testet.

Sprachsteuerung mit Siri, Alexa und Cortana

Nachdem sich Hue bereits mit Apples Homekit und Siri versteht sowie mit Amazons Alexa kommuniziert, arbeitet man momentan auch an der Zusammenarbeit mit anderen Herstellern und Technologien. Offenheit und Interoperabilität wird gross geschrieben. Aber gerade mit Microsoft führt man laut Avezzano derzeit keine Gespräche. Eine offizielle Hue App von Philips für Windows 10 steht damit nicht auf der Roadmap. Gut gibt es hier Dritt-Anwendungen wie Huetro, die nicht zuletzt auch Sprachbefehle via Cortana ermöglichen.


Ganz neu arbeitet dafür Googles Onhub-­Router mit Philips Hue zusammen. Hat man die Beleuchtungslösung in der Onhub App einmal zur Liste der verbundenen Geräte hinzugefügt, so lassen sich die verschiedenen Lampen von da an von jedem Nutzer, der sich im WLAN-Netzwerk befindet, komplett über den Browser steuern – egal mit welchem Endgerät die jeweilige Person gerade arbeitet. (mv)



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