Elektronische Rechnungen auf dem Vormarsch

Elektronische Rechnungen auf dem Vormarsch

26. November 2015 - Seit dem Bundesratsentscheid im vergangenen Jahr stehen elektronische Rechnungen verstärkt im Fokus. Im Rahmen einer Tagung von IO-Market hat der Fachverband Swissdigin zusammen mit einem Bundesvertreter zum Thema informiert.
(Quelle: IO-Market)
Vor rund 50 Personen hat das liechtensteinische Unternehmen IO-Market im Technopark Zürich die neuesten Entwicklungen zum Thema elektronische Rechnungen in der Schweiz vorgetragen. Im Fokus stand dabei die bevorstehende Neuerung in der schweizerischen Bundesverwaltung, die ab Januar 2016 elektronische Rechnungen zumindest teilweise obligatorisch macht. Darüber hinaus wurden auch Lösungsansätze für kleinere und mittlere Unternehmen vorgestellt und ein Ausblick auf die Nutzung von elektronischen Rechnungen in der Schweiz gemacht.
(Quelle: IO-Market)
(Quelle: IO-Market)
(Quelle: IO-Market)


Kritische Masse erreichen

Seit der Bundesrat vor einem Jahr beschlossen hat, dass ab Januar 2016 die Lieferanten der schweizerischen Bundesverwaltung verpflichtet sind, Rechnungen ab einem Vertragswert von über 5000 Franken in elektronischer Form einzureichen, ist das öffentliche Interesse an elektronischen Rechnungen naturgemäss stark angestiegen. Die Umstellung auf elektronische Rechnungen soll sich für die Schweizer Regierung lohnen. Zwar konnte Simon Zbinden, Verantwortlicher für E-Government Finanzen beim Bund, in seiner Präsentation keine konkreten Zahlen nennen, liess aber durchblicken, dass durch die Umstellung schon heute Einsparungen auf Personalebene gemacht werden konnten.

Der Passus, welcher in die Geschäftsbedingungen des Bundes bereits eingefügt wurde, hat Konsequenzen für die rund 75'000 Lieferanten der Schweizer Regierung. Zwar betreffe, gemäss Zbinden, die Änderung der staatlichen Lieferbestimmungen weniger als 15 Prozent aller Rechnungen. Jedoch stelle die Änderung vor allem für kleinere und mittelgrosse Unternehmen eine Neuerung dar. Mit Lieferanten aus Grossunternehmen würden die Rechnungen schon heute grösstenteils auf elektronischem Weg abgewickelt, so Zbinden. Die Idee hinter der Anpassung der Geschäftsbedingungen des Bundes sei, rund 60 bis 70 Prozent aller Invoices auf elektronischem Weg zu erhalten und somit eine kritische Masse zu erreichen, welche dann wiederum das gesamtschweizerische Interesse an elektronischen Zahlungsmethoden steigert. Momentan sind einfache und unabhängige Tools zur Übermittlung von Rechnungsdaten und Kontoangaben an den Bund bereits initiiert oder schon online.
 
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