Wachstumsschub für Open Source in der Schweiz

Wachstumsschub für Open Source in der Schweiz

14. Juni 2015 - Von Dr. Matthias Stürmer und Dr. Marcus M. Dapp

Die Ergebnisse der Open Source Studie 2015 zeigen auf, dass der Einsatz von Open Source Software in der Schweiz seit 2012 substantiell gewachsen ist. Aufholen könnten die Behörden, wie die Analyse der Viel- und Wenignutzer zeigt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/06
200 Mitglieder von swissICT und der Schweizerischen Informatikkonferenz SIK beantworteten im Rahmen der Open Source Studie 2015 Fragen über Einsatz, Nutzen und Hinderungsgründe von Open Source Software (OSS). Die Resultate bestätigen in mehreren Punkten die Erkenntnisse der OSS-Umfrage 2012: Open Source Software wird heute in praktisch allen grösseren Behörden und Unternehmen eingesetzt. 93% aller teilnehmenden Organisationen setzen solche ein, 80% von diesen sogar in mehr als drei Anwendungsgebieten wie Webserver, Content Management Systemen oder Network Monitoring.
Figur 1: Top-Rankings für 2015 im Vergleich mit den Werten von 2012 (schmaler Balken). (Quelle: z.V.g)
Figur 2: Einsatzgrad nach Branchen (Quelle: z.V.g)

Die wichtigsten vier OSS-Einsatzgebiete in der Schweiz sind nach wie vor (vgl. Figur 1): Web-Server (+23% im Vergleich zu 2012), Programmiersprachen (+20%), Datenbanken (+19%) und Server-Betriebssysteme. Die vier konnten ihre Position gar deutlich ausbauen: Heute setzen im Schnitt 70% der Nutzer dafür Open Source Software ein, also rund 20% mehr als vor drei Jahren. Server-Betriebssysteme auf Open Source-Basis verzeichnen mit 36% den grössten Zuwachs. Das regelmässig beschworene »Jahr des Linux-Desktops« lässt aber auf sich warten: Desktop-Betriebssysteme, nach denen erstmals getrennt gefragt wurde, landeten auf Rang 13.
 
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