Erlenapp macht Siedlung smart

(Quelle: Erlenapp)

Erlenapp macht Siedlung smart

(Quelle: Erlenapp)
12. April 2015 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/04
Die Erlenmatt-Siedlung in Basel mag auf den ersten Blick aussehen wie viele andere – nicht aber auf den zweiten. Denn die Wohnungen kommen alle mit eigener App, der sogenannten Erlenapp. Über diese App können die Bewohner unter anderem der Hausverwaltung Mängel melden, kontrollieren, wie viel Energie sie im Vergleich zu anderen Siedlungsbewohnern verbrauchen, nachsehen, ob ein Nachbar einen Bohrer verleihen würde oder ob noch jemand Lust auf ein Nachbarschaftsfest hat. Die Erlenapp basiert auf der generischen Plattform Allthings Home von Qipp. Für diese ist das ETH-Spin-Off im März gleich zweimal ausgezeichnet worden: zuerst als beste vernetzte Lösung im Heimbereich am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona und anschliessend als Gewinner des Internet-of-Things-Innovation-World-Cup in Zürich.
Gestartet hat das Ganze Anfang 2013, als Stefan Zanetti den Ehrgeiz hatte, mit seinem Start-up Qipp in das Hype-Thema Nummer eins einzusteigen – das Internet der Dinge. «Wir überlegen uns nicht, wo wir überall Hardware einbauen und was wir alles zum Funken bringen können, wie in klassischen Smart-Home-An­sätzen», erklärt Gründer und CEO Zanetti. «Stattdessen fragen wir uns: Was sind die Bedürfnisse von Menschen, wenn sie an ein Heim denken, das sie in alltäglichen Jobs unterstützen soll.» Seit Anfang 2014 hat er die Plattform speziell auf die Immobilienwelt ausgerichtet, zunächst im Rahmen eines Grossprojekts. Das Generalunternehmen Losinger Marazzi realisierte in Basel zusammen mit Bricks Immobilien eine Überbauung mit unter anderem knapp 600 Wohnungen und wollte diese smart machen – auch weil bestimmte Nachhaltigkeitszielsetzungen für das 200-Watt-Areal erfüllt werden mussten. «Wohnungen sind aus unserer Sicht aber generell sehr interessant, da es keine brauchbaren Smart-Home-Ansätze im Mieterumfeld gibt», erklärt Zanetti. «Und es skaliert wie verrückt: Wenn wir mit einem grossen Bewirtschafter zusammenarbeiten, der ein paar hunderttausend Wohnungen unter Vertrag hat und diese mit Applikationen ausrüsten will, dann gibt es in relativer kurzer Zeit eine grosse Installationsbasis.»
Über die Erlenapp können Bewohner der Erlenmatt-Siedlung Daten rund um ihre Wohnung einsehen oder mit der Verwaltung und der Nachbarschaft kommunizieren. Im News-Fenster werden zudem aktuelle Informationen aus dem Umkreis eingespielt. (Quelle: Erlenapp)
Die Erlenapp kommt im responsive Design, also für Smartphone, Tablet und den Desktop. Über das integrierte digitale Schwarze Brett können Nutzer Sachen verkaufen oder verleihen. (Quelle: Erlenapp)

 
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