IT-Gadgets: Samsung Powerbot VR9000

Staubsaugerroboter ohne das gewisse Etwas

Staubsaugerroboter ohne das gewisse Etwas

(Quelle: Samsung)
8. März 2015 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2015/03
Über die Jahre wurden an dieser Stelle bereits einige Roboterstaubsauger getestet – immer in der Hoffnung, ein Modell zu finden, das mehr macht, als im trauten Heim den Staub von A nach B ­zu schieben und dabei die Wohnung auch noch gleich zur Hälfte neu einrichtet. Und das in der Lage ist, selbständig über die Türschwellen von Raum zu Raum zu kommen.
Der neueste Testkandidat – Samsungs Powerbot VR9000 – mutet diesbezüglich vielversprechend an. Immerhin soll die «Digital Inverter Technology» dank der «starken zentrifugalen Kraft von Cyloneforce» eine extreme Saugkraft über lange Zeit gewährleisten. Vielversprechend tönen auch die «Easy-Pass-Rollen», die gemäss Beschreibung Hindernisse überwinden können, indem die Räder das Gehäuse um bis zu 15 Millimeter anheben – was ideal für eine Wohnung mit Türschwellen wäre. Der Terminator der Staubsaugerroboter also? Der Wall-E fürs traute Heim? Leider nein.

Den Powerbot VR9000 gibt es in zwei unterschiedlichen Farben für happige 1099 Franken zu kaufen. (Quelle: Samsung)
(Quelle: Samsung)


Auf Irrfahrt im Wohnzimmer


Samsung verspricht für den mit 378x362x135 Millimeter vergleichsweise grossen VR9000 eine 60 Mal höhere Saugleistung – ohne zu sagen, von welchem Vergleichsmodell dabei ausgegangen wird. Wie dem auch sei, der neueste Samsung-Roboter vermag wirklich zu saugen: Das Wohnzimmer ist nach dem Test von Staub befreit – von einigen schwierig zugänglichen Stellen (unter dem Sofa, rund um die Tisch-/Stuhlbeine, in der Ecke hinter der Türe) einmal abgesehen. Dabei tönt er allerdings auch wie ein richtiger Staubsauger. Leise wäre anders, angegeben wird der Geräuschpegel mit 76 dB. Wobei man wohl sagen muss, dass wer Leistung will, halt auch den Lärm in Kauf nehmen muss.
Ein weiteres Versprechen von Samsung lautet «schnelle, effiziente Reinigung» dank des sogenannten Visionary-Mapping-Plus-Systems. Zehn Sensoren und eine integrierte Digitalkamera sollen eine vollständige Karte des Hauses erstellen und den effizientesten Reinigungsweg berechnen, heisst es. Merken tut man davon wenig. Wie von anderen Putzrobotern gewohnt, irrt auch der neueste Proband scheinbar ziellos putzend in der Wohnung umher, fährt letztlich vermutlich jeden (zugänglichen) Quadratzentimeter des Bodens ab, braucht dabei aber allein für ein 25 Quadratmeter grosses Wohnzimmer gut und gerne eine halbe Stunde. Von Hand ist man gefühlt zehn Mal schneller. Und: Wie seine Testvorgänger kann es auch der Samsung Powerbot nicht lassen, kosmetische Anpassungen an der Wohnungseinrichtung vorzunehmen. Da werden Stehlampen verschoben, Stühle in die Ecke verbannt und selbst die eigene Ladestation ist vor dem vermeintlich smarten Roboter nicht sicher und steht am Ende der Putzwut einen Meter weiter rechts. Erstes Fazit: Saugkraft top, Navigation und damit zusammenhängend Putzgeschwindigkeit eher weniger.
 
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