Windows-Clients fürs Internet
Quelle: HP

Windows-Clients fürs Internet

Mit dem Notebook Stream 13 und dem Convertible Stream x360 präsentiert HP zwei günstige Windows- 8.1.-Mobilrechner inklusive Mobilfunkzugang.

Artikel erschienen in Swiss IT Magazine 2014/12

     

Mit der Stream-Familie hat Hew­lett-Packard eine Reihe von günstigen Notebooks und Convertibles vorgestellt, wovon zwei Modelle nun auch auf dem Schweizer Markt angekommen sind. Dabei handelt es sich einerseits um das Stream 13, ein kompaktes Notebook mit 13,3-Zoll-Display, andererseits um ein Convertible mit der Modellkennung Stream x360, das sich durch das Umklappen des Touch-sensitiven 11,6-Zoll-Displays auf die Rückseite in ein Tablet verwandeln lässt (siehe Bild oben). Im Kaufpreis der beiden in den Farben Blau und Pink lieferbaren Mobilrechner ist ausserdem die einjährige Nutzung von Microsofts Cloud-Suite Office 365 inklusive einem Terabyte Onedrive-Speicherplatz enthalten.


Weitgehend identische Hardware-Ausstattung

Beide Stream-Geräte arbeiten mit Windows 8.1 und verfügen über eine Intel-Celeron-CPU N2840 der Bay-Trail-Reihe, die mit 2,16 GHz getaktet ist. Durch die Nutzung dieser Prozessorgeneration kommen die Stream-Rechner ohne Lüfter aus, womit ein absolut geräuschloser Betrieb ermöglicht wird. Ebenfalls identisch sind die RAM-Ausstattung von zwei GB sowie die Grösse der Solid-State-Disk, die 32 GB Daten fasst. Allerdings bleibt hierbei anzumerken, dass von den ursprünglichen 32 GB für die Speicherung der Anwenderdaten nur noch gut die Hälfte zur Verfügung steht. Rund 4 Gigabyte werden für Betriebssystem und vorinstallierte Anwendungen benötigt und weitere 7,5 bis 8 Gigabyte hat HP in einer versteckten Partition für die Systemwiederherstellung reserviert. Allerdings bleibt hier anzumerken, dass beide Geräte über einen Speicherkarten-Erweiterungsslot verfügen, womit man immerhin die Möglichkeit hat, das Speichervolumen einigermassen kostengünstig zu erweitern. Während HP beim Stream 13 auf das MicroSD-Format setzt, findet sich beim Convertible ein Kartenleser für grosse SD-Karten. Ein Auswechseln der SSD durch ein grösseres Modell ist im Übrigen nicht vorgesehen.


Was die Leistung des bei beiden Mobilrechnern identischen Akkus betrifft, so kann sich diese sehen lassen: Beim Abspielen von DivX-Videos mit 720p-Auflösung macht das Stream x360 erst nach ­8 Stunden und 20 Minuten schlapp. Die Videos wurden im Übrigen einwandfrei abgespielt, und auch beim Arbeiten mit typischen Office-Anwendungen machten sich keine Performance-Probleme bemerkbar. Zur weiteren Ausstattung zählen eine frontseitige Kamera, die Bilder wie auch Videos im Format 1280x720 Pixel aufnimmt, WLAN nach 802.11 b/g/n sowie Unterstützung für Bluetooth 4.0. Ebenfalls hier wie dort an Bord sind zwei USB-2.0- und ein USB-3.0-Anschluss für die Anbindung von Peripheriegeräten sowie eine HDMI-Buchse. Ausserdem sind beide Geräte mit einem 3G-Mobilfunkmodul für die Nutzung von HP Data Pass ausgestattet.


HP Data Pass inklusive


Beide neuen Stream-Modelle werden mit HPs Data-Pass-Package ausgeliefert. Dabei handelt es sich um einen Mobilfunk-Internetzugang ohne Vertrag, der im Gerätepreis enthalten ist und Monat für Monat ein Daten-Transfervolumen von 200 MB zur Verfügung stellt. Erfreulicherweise lässt sich das Datenpaket auch in den meisten europäischen Ländern einsetzen, wobei keine zusätzlichen Roaming-Kosten anfallen. Sind die 200 MB aufgebraucht, lassen sich weitere Datenpakete dazukaufen, die mit rund 15 Franken für 500 MB zu Buche schlagen. Damit die Kontrolle über das noch vorhandene Volumen jederzeit möglich ist, stellt HP im Windows Store eine Data-Pass-App zur Verfügung, die einerseits über das noch vorhandene Guthaben informiert und andererseits das unkomplizierte Hinzukaufen weiterer Datenpakete ermöglicht.
Das Data-Pass-Package ist gerade für Anwender, die hin und wieder auch im Ausland unterwegs sind, eine durchaus interessante Sache. Allerdings sind 200 MB ein doch eher bescheidenes Datenvolumen, das den Ansprüchen von Otto Normalsurfer kaum genügen dürfte. Ein paar Beispiele mögen dies veranschaulichen: Beim Laden unserer Website www.itmagazine.ch wird in etwa 1,2 Megabyte Datenverkehr produziert ohne dass auch nur auf eine einzige News-Meldung geklickt wird. Das Laden von Spiegel Online generiert bereits rund das doppelte Volumen, und beim Aufruf der Tages-Anzeiger-Site fallen beachtliche 6 MB an. Will man mit den 200 MB pro Monat über die Runden kommen, gilt es also auf Streaming-Audio ebenso zu verzichten wie auf Youtube oder Skype. Ist man hingegen öfters mal im Ausland unterwegs, kann sich HPs Data Pass durchaus auszahlen, zumal sich der Zukauf teurer Travel-Optionspakete erübrigt und das HP-Angebot auch preislich durchaus kompetitiv ist. Ein Angebot ohne Data-Pass- und Office-365-Bundle ist derzeit nicht vorgesehen, was zu bedauern ist, zumal die Geräte dann mit ausserordentlichen Preis-/Leistungsverhältnis aufwarten könnten.


HP Stream 13

Beim Stream 13 handelt es sich um einen vollwertigen Windows-8.1.-Rechner mit einer Vollformat-Notebook-Tastatur. Arbeiten lässt sich damit recht angenehm, und auch die Tasten weisen einen angenehmen Druckpunkt auf. Das Display mit einer Diagonalen von 13,3 Zoll stellt 1366x768 Bildpunkte dar. Was die Betrachtungswinkel betrifft, zählen HPs neue Mobilrechner allerdings nicht gerade zu den Vorzeige­geräten, insbesondere was das Stream x360 betrifft. Zudem gewinnt man den Eindruck, dass das Display beim Stream 13 deutlich weniger spiegelt als beim Stream x360. Etwas gewöhnungsbedürftig ist ausserdem bei beiden Rechnern das identisch verbaute Touchpad. Da sich darin auch die Buttons für die Maustasten verbergen, produziert schon ein leichtes Drauftippen ein schepperndes Geräusch, das den ansonsten durchaus wertigen Eindruck der Geräte etwas trübt.


HP Stream x360

Das Stream x360 ist ein klassisches Convertible-Gerät, bei dem sich der Bildschirm um 360 Grad nach hinten um­legen lässt, womit man dann ein ­Tablet-ähnliches Gerät zur Verfügung hat. Dabei liegt das Gerät dann quasi auf der Tastatur, was ein wenig befremdet. Hier haben uns andere Convertible-Konzepte besser gefallen, sei es, dass der Bildschirm beim Umklappen noch vertikal oder horizontal gedreht werden kann, sei es, dass die Tastatur gänzlich abgenommen wird. Zwar lässt sich das Gerät problemlos im Tablet-Modus einsetzen, doch wirkt das Convertible einerseits klobig und ist mit seinen 1450 Gramm auch nicht gerade ein Leichtgewicht. Ausserdem ist beim Stream x360 unseres Erachtens der Power-Button, der an der Geräteseite untergebracht ist, deutlich zu klein ausgefallen.
Das Display ist mit seinen 11,6 Zoll geringfügig kleiner als beim Stream-13-­Notebook, liefert aber dieselbe Auflösung von 1366x768 Bildpunkten. Ebenfalls ist das Tastaturfeld leicht verkleinert worden, was sich allerdings überhaupt nicht störend auswirkt, da der Hersteller nicht auf kleinere Tasten gesetzt hat, sondern auf solche wie Page up/down, End und Home verzichtet. Positiv zu vermerken bleibt ausserdem, dass Hewlett-Packard dem Convertible im Gegensatz zum Stream 13 einen Ethernet-Anschluss spendiert hat, der allerdings lediglich eine Geschwindigkeit von 100 Mbps unterstützt. (rd)



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