Schweizer Jugendliche telefonieren weniger, sind dafür sehr aktiv auf Facebook & Co.

Schweizer Jugendliche telefonieren weniger, sind dafür sehr aktiv auf Facebook & Co.

30. Oktober 2014 - 97 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz besitzen heute ein Smartphone, telefonieren damit aber nicht mehr so häufig wie auch schon. Und: 89 Prozent sind mindestens bei einem sozialen Netzwerk angemeldet. Dies geht aus der aktuellen James-Studie der ZHAW und Swisscom hervor.
Die ersten Ergebnisse der James-Studie 2014 sind da. Die Untersuchung, für die die ZHAW im Auftrag von Swisscom alle zwei Jahre über 1000 Jugendliche zu ihrem Medienverhalten befragt, zeigt, dass heute fast Jeder und Jede im Alter von 12 bis 19 Jahren ein Smartphone besitzt. Der Anteil beträgt aktuell 97 Prozent. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es noch 79 Prozent und vor vier Jahren besass erst knapp die Hälfte der Jugendlichen ein Smartphone.

Noch imposanter ist das Wachstum beim mobilen Surfen. 2010 waren erst 16 Prozent der befragten Jugendlichen täglich oder mehrmals wöchentlich mit dem Handy im Netz, heute sind es bereits 87 Prozent. Dafür wird weniger telefoniert: Vor vier Jahren gaben noch 81 Prozent an, dass sie häufig telefonieren, jetzt sind es nur noch 71 Prozent.
Weiter zeigt die Studie, dass sich die tägliche Surfdauer trotz dem Siegeszug der Smartphones über die letzten Jahre hinweg nicht verändert hat. Sie liegt bei rund zwei Stunden unter der Woche und drei Stunden am Wochenende. Besonders häufig genutzt werden soziale Netzwerke. Drei von vier Schweizer Jugendlichen tauschen sich regelmässig über diese Plattformen aus, 89 Prozent sind mindestens bei einem sozialen Netzwerk angemeldet. Am beliebtesten ist Facebook, dicht gefolgt von Instagram. Doch auch Google+ und Twitter sollen in den letzten Jahren an Popularität gewonnen haben.

Die sogenannte "nonmediale Freizeitbeschäftigung" ist laut den Studienautoren in den vergangenen zwei Jahren derweil konstant geblieben. "Die medienbezogenen Freizeitbeschäftigungen haben eine begleitende Funktion und können das Bedürfnis der Jugendlichen nach Zusammensein nicht ersetzen", ist Studienleiter Daniel Süss überzeugt. Dafür werden Zeitungen und Zeitschriften vermehrt online konsumiert. Gerade einmal 35 Prozent der befragten Jugendlichen lesen angeblich noch täglich oder mehrmals wöchentlich Gratiszeitungen (2012: 49%), fast jeder Dritte soll dafür oft auf Newsportalen im Internet unterwegs sein (2012: 26 Prozent).

Der detaillierte Ergebnisbericht erscheint laut Swisscom Anfang 2015. (mv)

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