Big Data - grosses Potential, grosse Erwartungen

Big Data - grosses Potential, grosse Erwartungen

(Quelle: istock Photo)
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7. September 2014 - Von Andreas Stuker

Das Potential von Big Data ist auch für kleinere und mittlere Unternehmen riesig. Die Speichertechnologie ist so weit fortgeschritten, dass Analysen in Echtzeit vorgenommen werden können. Unabhängig von der Branche wissen KMU heute schon recht genau, wofür sie dies in Zukunft nutzen könnten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2014/09
Gut drei Jahre ist es her, als die weltweit pro Jahr produzierte Datenmenge die Zettabyte-­Marke (eine Eins mit 21 Nullen) knackte. Mittlerweile sind wir bereits bei rund vier Zettabyte pro Jahr angelangt. Und Prognosen zufolge verdoppelt sich das Volumen alle zwei Jahre. Das rasante Wachstum der Datenmengen sowie ihre Analyse und Auswertung haben den Begriff «Big Data» geprägt. Zusätzliche Daten entstehen überall, wo eine Digitalisierung stattfindet. Beispielsweise, wenn ein Energie-Erzeuger auf die jähr­liche Stromablesung verzichtet und dafür im Viertelstundentakt die Messdaten der Stromzähler elektronisch abliest. Datenberge produzieren auch die Finanzin­dustrie (Finanztransaktionen, Börsendaten), der Detailhandel und das Gesundheitswesen. Oder denken wir nur an die täglich 500 Millionen Tweets und die ungezählten Petabyte-Berechnungen aus Windkanaltests der Autoindustrie.

KMU: Big-Data-Potential erkannt

Viele Unternehmen müssen immer grös­sere Datenmengen speichern, verwalten und analysieren, um sie für ihre Geschäftsprozesse optimal verwerten zu können. Big Data betrifft nicht länger nur eine spezifische Branche, sondern alle Wirtschaftszweige, Organisationen und Nutzer von digitalen Technologien.
Big Data ist kein Vorrecht grosser Firmen. In einer Befragung des Fraun­hofer-Instituts IAIS konnte die Mehrheit der Teilnehmer angeben, welche Daten in ihrem Unternehmen vorliegen und wie sie deren Bedeutung für ihren Unternehmenserfolg einschätzen. Dabei zeigte sich, dass neben Daten aus Transaktions- und CRM-Systemen ein weites Spektrum an unstrukturierten und veränderlichen Daten in den Unternehmen existiert, auch wenn ihre heutige Relevanz noch untergeordneter Natur ist. Weitgehend klar ist den KMU-Vertretern zudem, welche Unternehmensbereiche Daten mit hoher Veränderlichkeit auswerten. So zeichnet sich ab, dass insbesondere das Marketing und der Vertrieb sowie das Management und die Produktion zu den Big-Data-affinen Unternehmensbereichen zählen.
 
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