CIO Interview: «Die klassische IT wird immer mehr zur Commodity»

CIO Interview: «Die klassische IT wird immer mehr zur Commodity»

9. November 2013 - Als CIO des Schweizer Technologiekonzerns Ruag beschäftigen Andreas Fitze aktuell Themen wie Tablets oder der Fachkräftemangel, aber immer mehr auch Geschäftsprozesse.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/11
Andreas Fitze (45) ist seit April 2013 Group CIO des Ruag-Konzerns und Mitglied der erweiterten Konzernleitung. (Quelle: Ruag)
Swiss IT Magazine: Herr Fitze, wann und wie sind Sie in die IT gekommen?
Andreas Fitze:
Eigentlich schon sehr früh. Ich habe mit elf Jahren begonnen, eine Immobiliensoftware zu schreiben und diese dann ein Jahr später auch verkauft. Beigebracht habe ich mir das dafür nötige Wissen autodidaktisch. Danach bin ich erst während meines Studiums wieder vermehrt mit dem Thema IT in Verbindung gekommen. Anschliessend arbeitete ich in einer Ingenieurfirma, die in der Prozessautomation für Industriebetriebe tätig war. Dort war ich Abteilungs-

leiter für Leitsysteme und Mitglied der Geschäftsleitung.

Was waren weitere berufliche Stationen?
Begonnen habe ich bei Siemens im Bereich Projekte für die Gebäude-Automation. Ich war ausserdem auch zweieinhalb Jahre in der Airline-Branche tätig und habe Fluggesellschaften mit IT ausgerüstet. Zuletzt war ich elf Jahre bei Postfinance tätig, in fünf verschiedenen Positionen, vom Teamleiter über den stellvertretenden Betriebsleiter bis hin zum Leiter Informatik Governance, Strategie und Sicherheit.
Andreas Fitze (45) ist seit April 2013 Group CIO des Ruag-Konzerns und Mitglied der erweiterten Konzernleitung. (Quelle: Ruag)
Ruag ist auch im Raum- und Luftfahrt-Geschäft tätig. Hier zwei Ruag-Space-Mitarbeiter beim Test eines Fortbewegungssystems für ein autonomes Roboterfahrzeug für den Mars. (Quelle: Ruag)

Seit Anfang April sind Sie nun Group CIO des Ruag-Konzerns. Warum dieser Wechsel?
Nach elf guten Jahren bei Postfinance wollte ich etwas Neues machen. Dafür hatte ich meinen Rucksack voll und war bereit für neue Herausforderungen. Genau diese Herausforderungen waren es, die mich hier bei Ruag in einem sehr dynamischen, internationalen, stark divisionalen und auch sehr heterogenen Umfeld reizten und forderten.

Wie haben Sie das Unternehmen in der kurzen Zeit kennengelernt?
Ruag ist ein unglaublich vielfältiges Unternehmen, das auch im zivilen Bereich stark wächst – leider wird das von aussen nicht immer so wahrgenommen. Es gibt viele interessante Technologien, in die investiert wird, beispielsweise im Raum- oder Luftfahrt-Geschäft. Und Ruag ist längst nicht mehr nur in der Schweiz, sondern zu 60 Prozent international tätig – nicht zuletzt, weil wir für den Bund, unseren Eigner, die Ausrüstung und Instandhaltung der Technologien sicherstellen. Das können wir nur qualitativ hochstehend und effizient tun, wenn wir unser Wissen auch im zivilen und internationalen Bereich einsetzen können, also dort, wo die Märkte wachsen. Das ist nicht in der Schweiz oder Europa, sondern derzeit insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nordamerika.
 
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