E-Mail-Marketing aus der Schweiz

Von Von Stefanie Nadig

Der Einsatz einer geeigneten E-Mail-Marketing-Lösung kann Unternehmen eine Verbesserung im Akquisitionsaufwand, im Verkauf sowie bei der Positionierung der Marke bringen.
6. Oktober 2013

     

E-Mail-Marketing ist zeit- sowie ortsunabhängig und kann individuell auf den Empfänger ausgerichtet werden. Unpersönliche, massenhaft verbreitete Inhalte, mit hohem Streuverlust sollten daher der Vergangenheit angehören. Eine klare Zielgruppendefinition ist jedoch ausschlaggebend, damit Unternehmen Inhalte liefern können, die ihrer Kundschaft einen klaren Mehrwert bieten. Gute E-Mail-Lösungen bieten Tools und Möglichkeiten, Empfänger nach Interessen zu gruppieren und entsprechend anzusprechen.
Die vorliegende Markübersicht soll einen Überblick über die erhältlichen Lösungen bieten. Da das Angebot an E-Mail-Lösungen gross ist und von einfachen Open Source Tools bis hin zu komfortablen, gehosteten Lösungen reicht und die Preismodelle genauso unterschiedlich sind, beschränkt sich die Marktübersicht jedoch auf gehostete Lösungen, welche von Anbietern im Schweizer Markt erhältlich sind. Dabei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.
Nachfolgend werden einige Aspekte näher beleuchtet, die bei der Auswahl der geeigneten Newslettersoftware eine Rolle spielen.


Übersicht
In unserer Übersicht finden Sie die schweizer Anbieter gehosteter E-Mail-Marketing-Lösungen.

Übersicht als PDF

Erhöhte Akzeptanz dank Permission-Marketing


Die Netiquette aber auch das Gesetz schreiben vor, dass ein Newsletter-Versand nur mit expliziter Erlaubnis des Empfängers erfolgen darf. Dieses Vorgehen wird auch als Permission-Marketing bezeichnet. Damit sichert sich der Versender ab, dass der Inhalt nur dahin übermittelt wird, wo er auch erwünscht ist und reduziert so das Risiko, dass die E-Mails ungelesen gleich wieder im Papierkorb landen.
Werden Adressen nicht auf offiziellem Weg beschafft, ist dies unprofessionell und schadet dem Unternehmensimage. Im E-Mail-Jargon wird die Permission-Methode als Opt-in bezeichnet. Um sicher zu stellen, dass nicht eine Drittperson die Daten eingefügt hat, bietet sich ein Double Opt-in an. Dabei wird ein Bestätigungslink an den eingetragenen Kontakt versendet, über den die Anmeldung verifiziert werden muss.
Aufgrund der Omnipräsenz von Spam-Mails sollte ein gutes Versand-Tool neben dem Double Opt-in zudem die Möglichkeit bieten, den Newsletter vorgängig zu überprüfen. So kann berechnet werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Newsletter im Spamfilter hängen bleibt und nicht in die Inbox gelangt.


Standardfunktionen guter E-Mail-Marketing-Software


Komfortable Lösungen beinhalten standardmässig eine Anzahl an E-Mail-Templates in verschiedenen Layouts. Sehr schöne Templates können aber auch massenhaft im Internet von verschiedenen Anbietern günstig zugekauft werden.
Eine gute Software bietet des weiteren diverse Auswertungsfunktionen und die grafische Darstellung von Statistiken. Zu den gängigsten Reports gehören die Verbreitungs- und Öffnungsrate, Ab- und Anmeldungen sowie Klickraten. Genaue Aufzeichnungen ermöglichen es, nachzuverfolgen, wer die E-Mail wann und wie lange offen hatte und welche Links angeklickt wurden. Ein wichtiger Bestandteil bei grossen E-Mail-Verteilern ist auch das Bounce-Management, mit Hilfe dessen Rückläufer verarbeiten werden können.
Als Zusatzfunktion bieten einige Programme A/B Testings. Dabei werden zwei verschiedene Versionen des Newsletter versendet, um zu ermitteln, welche Variante zu einer höheren Response-Rate führt.


Koordination des Versands

Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Anbietern von E-Mail-Marketing-Lösungen kann auf drei verschiedene Arten erfolgen:
1. Das Unternehmen kauft eine Software, nimmt die Aufbereitung der Inhalte für die Newsletter sowie deren Versand jedoch selbst in die Hand.
2. Der Anbieter stellt dem Unternehmen eine gehostete Lösung zur Verfügung und übernimmt zudem den Versand über seine Infrastruktur.
3. Ein Full-Service-Anbieter übernimmt die gesamte E-Mail-Kampagnen-Abwicklung.
Die erste Variante ist vor allem bei kleinen Unternehmen die gängigste, denn sie ist in der Regel auch die kostengünstigste, da nur eine einmalige Zahlung für die Software geleistet werden muss. Das Newsletter Tool wird gekauft und das Unternehmen erstellt im Anschluss die Inhalte selbst und übernimmt auch deren Versand und Auswertung.
Die zweite Möglichkeit besteht darin, den Anbieter mit dem Versand zu beauftragen. Die Dienstleistung umfasst in diesem Fall neben dem Versand in der Regel auch die Aufbereitung der Kampagnen-Ergebnisse. Die Inhalte liefert der Auftraggeber derweil selbst. Die Kosten fallen je nach Anbieter unterschiedlich aus, teilweise nach der Grösse der Empfängerliste und/oder der Anzahl der E-Mail-Kampagnen.
Als dritte Option kann bei einer umfassenden Direktmarketing-Lösung eine Full-Service-Agentur beauftragt werden. Diese plant den ganzen Verlauf der Kampagne, führt diese durch und wertet sie zum Schluss auch aus. Das Angebot umfasst damit den gesamten Vermarktungsprozess, wobei der E-Mail-Versand nur einen kleinen Teil des Pakets ausmacht. Diese Dienstleister bieten komplette Cross-
Media-Kampagnen an.
Für Unternehmen aus sensitiven Branchen, die darauf achten, in welchem Land sich der Server mit den Daten befindet, gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die ihre Lösungen auch in Schweizer Rechenzentren hosten.


Crossmedia-Marketing im Trend

Für erfolgversprechende Direktmarketing-Massnahmen wird heute vermehrt auf crossmediales Marketing gesetzt. Diese Methode ist Kennern der Branche schon längst bekannt und wird nun wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Solche Kampagnen integrieren diverse Kommunikationskanäle und beschränken sich nicht länger nur auf den Offline- oder den Online-Teil. Marketingexperten bieten eine umfassende Multichannel-Strategie an, die Print, E-Mail, SMS, Web und sogar Video umfasst. Dabei lässt sich jede Kampagne individuell zuschneiden. Bei den Empfängern soll das Gefühl entstehen, dass sie persönlich angesprochen werden. Der Versender profitiert von höheren Response-Raten, denn jeder einzelne Empfänger wird über den Kanal erreicht, auf den er am ehesten anspricht. Der umfassende Versand erhöht somit auch die Chance der Erreichbarkeit.
Zusammenfassend kann man daher sagen, dass die heute verfügbaren Newsletter-Lösungen ein breites Spektrum an Funktionen anbieten, sowohl für den einfachen NewsletterVersand als auch für crossmediale Kampagnen. Im Online-Bereich ist der E-Mail-Versand nach wie vor eine effiziente Form der Kundenpflege und -bindung. Das Angebot in der Schweiz und auch international ist vielfältig und bietet genügend Auswahl sowohl für jedes Budget als auch für verschiedenste Anforderungsstufen.


Stefanie Nadig ist bei Gryps in den Bereichen Produkt- und Online-Marketing tätig und zudem für das Social-Media-Management verantwortlich.

Offerten als Dienstleistung

Das Offertenportal Gryps hat sich darauf spezialisiert, KMU bei der Beschaffung von Office-Equipment und Dienstleistungen zu unterstützen. Dazu nimmt Gryps Unternehmen die Suche nach dem passenden Anbieter ab und holt für sie Offerten ein. Das KMU muss dazu lediglich einen Fragebogen ausfüllen, um dann drei individuelle Offerten von Anbietern aus der Region zu erhalten.
Die Bandbreite von möglichen Produkten, die man sich via Gryps offerieren lassen kann, reicht dabei vom Treuhänder über Telefonanlagen bis hin zu IT-Service-Dienstleistungen oder Suchmaschinenoptimierung. Für Kaufinteressenten ist die Dienstleistung kostenlos, Anbieter zahlen für den erhaltenen Kontakt eine Gebühr. Weitere Informationen unter www.gryps.ch.



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