Editorial: Auf in den Microsoft Flagship Store

Editorial: Auf in den Microsoft Flagship Store

2. März 2013 -
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/03
(Quelle: SITM)
Nur um eines gleich klarzustellen: Ich bin ein grosser Fan von Apple beziehungsweise der Produkte des kalifornischen Konzerns, und mein iPhone und iPad würde ich derzeit um keinen Preis hergeben. Ausserdem finde ich es faszinierend, wie es das Unternehmen schafft, mit nur ein paar wenigen Produkten einer ganzen Industriephalanx die Stirn zu bieten. Und ich bin der Meinung, dass Apple enorm viel enorm richtig macht – etwa die Art, wie Produkte eingeführt und vermarktet werden und natürlich vor allem auch den Vertrieb. Oder waren Sie schon mal im Apple Store in Zürich und der Laden war nicht proppenvoll? Demgegenüber können Sie Google-Hardware in der Schweiz nur über Umwege kaufen, und Microsoft scheint der Meinung zu sein, dass das Media-Markt-Regal als Flagship Store genügt. Trotzdem glaube ich, dass es an der Zeit ist, ein Windows Phone 8 und ein Surface-Tablet zu kaufen. Ich erkläre Ihnen wieso.
Vor einigen Wochen hat eine Prognose des Citibank-Analysten Glen Yeung meine Aufmerksamkeit gewonnen. Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass das Gros der sogenannten Bankenanalysten primär einen feuchten Zeigefinger in die Luft hält, um dann mit irgendwelchen Vorhersagen ihren Namen – beziehungsweise den Namen ihres Arbeitgebers – im Internet zu lesen. In diesem Falle aber finde ich die Prognose zumindest spannend. Yeung sagt nämlich, dass Apple durch kommende Innovationen von PC-Herstellern in Bedrängnis kommen könnte. Apple? Der Inbegriff von Innovation in Bedrängnis durch PC-Hersteller? Echt jetzt?
Yeungs Begründung macht allerdings Sinn: Er erklärt, dass bei Apple Innovation in diesem Jahr so aussieht, dass der Konzern ein iPad mit Retina-Display und ein dünneres, leichteres iPad 5 auf den Markt bringt. Viel mehr werde da nicht kommen. Bei den PCs hingegen würde die Menge an Innovationen ab dem zweiten Halbjahr rasant zunehmen, getrieben nicht zuletzt durch Intels kommende «Haswell»-Plattform, die für jedes Ultrabook einen Touchscreen vorsieht und den Gerätepreis auf 600 Dollar drücken soll. Will also heissen: Von Apple gibt’s in diesem Jahr das x-te überteuerte iPad, das von seinen Vorgängern kaum zu unterscheiden ist, und von den PC-Herstellern gibt’s All-in-Ones, Ultrabooks, Notebooks, Smartbooks, Roughbooks, Subnotebooks, Tisch-PCs, Tablets, Convertibles und und und – alle mit Touch und für billig…
 
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