Rechen-Power aus der Public Cloud

Rechen-Power aus der Public Cloud

6. Juli 2013 - Von Gaby Stäheli

IT-Infrastruktur, bedarfsgerecht aus der öffenlichen Wolke bezogen, hat sich im Speicher-Bereich schon etabliert und wird nun immer mehr auch bei Rechen-Power ein Thema.
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/07
Unter Infrastructure as a Service (IaaS) versteht man die bedarfsabhängige Bereitstellung von Rechnerinfrastruktur durch einen Cloud Provider. Dieser Cloud-Service umfasst je nach Anbieter Server, Speicher und Netzkapazität bis hin zum Archivierungs- und Backup-System. Abgerechnet wird in der Regel auf Mietbasis nach der tatsächlichen Nutzung. Von der sogenannten Public Cloud, der öffentlichen Rechnerwolke, spricht man, wenn der Provider die Dienste offen über das Internet für jedermann zugänglich macht. Prognosen von Gartner besagen, dass Public-Cloud-IaaS-Angebote in diesem Jahr das am stärksten wachsende Segment der Cloud-Dienste sein werden. Deshalb wird nachfolgend eine Marktübersicht über Public Cloud Services für virtualisierte Server und Rechenleistung präsentiert, die hierzulande erhältlich sind. Dabei wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, die Marktübersicht zu IaaS Public Cloud Services ist nicht abschliessend. Es gibt noch einige weitere lokale Anbieter, von welchen keine Angaben zu den Angeboten eingegangen sind.
Marktübersicht
In unserer Marktübersicht finden Sie 24 IaaS in der Public Cloud Anbieter im Direktvergleich.

Marktübersicht als PDF

Skalierbarkeit als Vorteil


Mit der breiten Verfügbarkeit der Public-Cloud-Angebote eröffnen sich auch kleineren KMU und Start-ups interessante Möglichkeiten. Der grosse Vorteil und zugleich die grösste Unterscheidung gegenüber den traditionellen Rechenzentren liegt in der Skalierbarkeit. Die Rechenleistung kann nach Bedarf um zusätzliche Instanzen erweitert oder reduziert werden. Wie komfortabel und schnell zusätzliche Instanzen aufgeschaltet werden können, ist je nach Angebot sehr unterschiedlich. Es gibt Angebote, vor allem bei den grossen, etablierten, internationalen Anbietern, bei denen der Nutzer selbst über ein Webinterface unkompliziert und ohne Systemunterbruch Rechenkapazität hinzufügen kann. Bei diesen sogenannten Self-Service-Modellen werden in der Regel alle Prozesse von der Bestellung über die Konfiguration bis hin zum Zu- und Abschalten von CPUs vollautomatisiert bereitgestellt. Bei kleineren, lokalen Anbietern muss die Veränderung der Rechnerkapazität in der Regel via telefonische oder schriftliche Benachrichtung erfolgen.
Eine hoch skalierbare IaaS-Umgebung bietet des weiteren auch noch zusätzliche Vorteile. So ist etwa plötzliches Wachstum problemlos möglich. Zudem muss für Belastungsspitzen nicht Rechenleistung auf Vorrat gehalten werden und brachliegende Kapazität kann umgehend abgegeben werden.
Pure Rechenleistung aus der Public Cloud zu beziehen, heisst einerseits für den Nutzer, dass er sich nicht um die Hardware- und Netzwerk-Infrastruktur oder um die Grundinstallation des Betriebssystems kümmern muss und trotzdem die volle Kontrolle über sein System hat. Allerdings muss man sich auch bewusst sein, dass man für die virtuellen Maschinen und deren Patches und Updates dann auch selbst verantwortlich ist und entsprechendes Know-how und Zeit dafür vorhanden sein muss. Ist letzteres nicht der Fall, dann wäre auch ein sogenanntes Platform-as-a-Service (PaaS)-Angebot spannend, welches oft von den gleichen Anbietern verfügbar ist.
 
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