PDF-Reader für Sehbehinderte

PDF-Reader für Sehbehinderte

(Quelle: SZB)
24. Juni 2013 - Bislang stellten PDF-Dokumente für sehbehinderte Menschen eine grosse Hürde dar. Dank des PDF-Readers VIP-PDF des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen, der Stiftung "Zugang für alle" und des Dienstleisters Xymedia soll sich das nun ändern.
In Zusammenarbeit mit der Stiftung "Zugang für alle" und dem Dienstleister Xymedia hat der Schweizerische Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) den VIP (Visually Impaired People)-Reader entwickelt, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit Hilfe dieses Tools können Sehbehinderte ab sofort auch mit PDFs arbeiten. Denn bislang stellten PDF-Dokumente für sehbehinderte Menschen ein unüberbrückbares Problem dar – etwa aufgrund der grafisch zu klein gesetzten Schrift, des in Spalten gesetzten Textes oder des durch das Zoomen notwendigen Scrollens durch den Text.

Das soll sich nun ändern. Dazu zieht der VIP-Reader, der kostenlos für Windows, Mac und Linux zur Verfügung steht, den Text aus einem fertigen PDF und zeigt ihn auf einer benutzerfreundlichen Fläche an. Zudem kann der Text beliebig vergrössert oder kontrastiert werden. Ebenso wird er automatisch umgebrochen, passt sich also immer der Bildschirmgrösse an. Und Spalten werden chronologisch untereinander anstatt nebeneinander angezeigt. Grafiken oder Bilder werden derweil an den entsprechenden Stellen mit einem Icon angezeigt. Durch klicken auf dieses Icon werden die Bildelemente bildschirmfüllend in einem separaten Fenster angezeigt.

Der VIP-Reader steht auf der Webseite des SZB zum Download bereit. (abr)

Kommentare

Mittwoch, 26. Juni 2013 Markus Riesch
Der VIP PDF-Reader kann alle Dokumente für Sehbehinderte optimiert darstellen, welche korrekt für das Internet erstellt wurden, d.h. wo die Qualitätsstandards für PDF-Dokumente vom Ersteller eingehalten wurden. Dokumente, die nicht dargestellt werden können, sind nicht getagged und somit nicht für das Internet bestimmt, sondern NUR zum Drucken. Solche PDFs haben auf einer Website nichts verloren. PDFs für das Internet müssen getagged sein, sonst können sie weder von Blinden mit Sprachausgabe, noch von Sehbehinderte mit dem VIP-Reader und auch nicht von Suchmaschinen richtig interpretiert werden. Behörden müssen seit längerem korrekt getaggte PDF publizieren und auch private müssen die ISO-Standards für PDF einhalten, wenn sie ein für alle lesbares PDF auf das Internet stellen möchten.

Dienstag, 25. Juni 2013 Marco
Katastrophe. Mehr kann ich dazu nicht sagen. 90% aller getesteter PDF Dateien haben nicht funktioniert und dieser "Reader" meinte er könne diese Art von PDF nicht wiedergeben.

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