Einwanderungsbremse bremst Informatik aus

Einwanderungsbremse bremst Informatik aus

4. Mai 2013 - Von Alfred Breu
Artikel erschienen in IT Magazine 2013/05
Der Bundesrat aktiviert die Ventilklausel für alle EU-Staaten, drei grosse Parteien befassen sich mit einer harten Einwanderungsbremse. Teilweise gehen sie so weit, dass sie Neuverhandlungen mit der EU verlangen und alles riskieren. Aber was hat das mit der ICT Schweiz zu tun?
Viel. Nachdem die ICT Ausländer in grosser Zahl beschäftigt, gehören wir zu den Verursachern des nach Volksmeinung akuten Problems. Doch genau diese Einwanderung ermöglicht es, dass die ICT einen überaus grossen Beitrag zur Prosperität des Landes leistet. Die ICT erreicht mit einem Beitrag von 30 Milliarden Franken zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) die Leistung der Bauwirtschaft und hat die MEM-Branche, das Versicherungswesen und die chemische Industrie längst hinter sich gelassen. Und nun wollen Volk und Parteien den Einwanderungshahn zudrehen?
Dann vergeben wir die Aufträge ins Ausland, werden sich viele Betriebe sagen. So entgehen der Volkswirtschaft Schweiz viele Arbeitsmöglichkeiten und Steuererträge – das Schweizer Geld fliesst ab ins Ausland. Je häufiger das geschieht, desto wahrscheinlicher werden rezessive Entwicklungen! Das Verlagern ins Ausland wird zur Wirtschaftsbremse, kannibalisiert unseren Wohlstand.
Dabei liesse sich das einfach umgehen: Indem wir den eigenen Berufsnachwuchs selber ausbilden, wie das beispielsweise im Gewerbe seit einem Jahrhundert üblich ist. Heute machen zu viele Leute eine KV-Lehre – motivieren wir sie, in die Informatik zu kommen! Vor der Lehre über mehr Lehrstellen oder nach der Lehre über Umsteigerlehrgänge.
 
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