Die Malware-Trends 2013 gemäss F-Secure

Die Malware-Trends 2013 gemäss F-Secure

13. Dezember 2012 - Sean Sullivan vom finnischen Security-Unternehmen F-Secure sieht sieben wichtige Malware-Trends für das kommende Jahr. Neben bestehenden Bedrohungen, die weiter gelten, kommen auch neue Überraschungen dazu.
Der futuristische Hauptsitz von F-Secure in Helsinki (Quelle: F-Secure)
Je nach Ausgang könne die World Conference on International Telecommunications, die derzeit in Dubai stattfindet, einen grossen Einfluss auf das Internet haben. Das Netz der Netze könnte sogar in eine Reihe kleinerer Teilnetze zerbrechen, die von einzelnen Ländern kontrolliert werden, oder grosse Anbieter wie Google und Facebook müssten künftig vielleicht Gebühren entrichten. Neue Vorschläge zur Internet-Sicherheit könnten das Ende der Anonymität im Netz bedeuten. Dies alles stellt Sean Sullivan fest, der für den finnischen Sicherheits-Anbieter F-Secure als Security Advisor tätig ist.

Daneben zeichnet Sullivan sechs weitere Trends auf, die für das Internet und seine Sicherheit im nächsten Jahr Bedeutung erlangen sollen. So werde das Cyber-Wettrüsten, das mit staatlichen Spionage-Tools wie Stuxnet, Flame und Gauss angefangen hat, noch intensiver weitergehen. Auch Staaten, die bisher noch nicht aktiv waren, werden 2023 die Cyper-Spionage-Bühne betreten, meint Sullivan.


Mobile Malware spielt vor allem auf Android-Geräten eine zunehmende Rolle. Kriminelle können sich dabei vermehrt auf fixfertige Malware-Toolkits verlassen und brauchen selbst keine Hacker-Kenntnisse, um die Nutzer der infizierten Geräte auszunehmen. "Mobile Malware as-a-service wird zur Commodity".

Auch in der Mac-Welt wird es laut Sullivan künftig mehr Malware-Ausbrüche geben. Der Entwickler des Flashback-Trojaners, der 2012 Schwachstellen in der Mac-Implementation von Java ausnutzte, sei nach wie vor auf freiem Fuss und daran, einen neuen Angriff vorzubereiten.

Und mit den internetfähigen "Smart TV"-Geräten, die über keinerlei Sicherheitsausstattung verfügen, stehe passender Malware Tür und Tor offen. Nachdem es bereits dieses Jahr einen Angriff auf Settop-Boxen gegeben habe, könnten Smart-TVs 2013 für Klickbetrug, Bitcoin-Mining und DDOS-Angriffe missbraucht werden.

Ein weiteres Problem sieht F-Secure in Tracking-Software, die im nächsten Jahr wohl an Beliebtheit zunehme – zum Beispiel für die Überwachung von Kindern und deren Aktivitäten auf Facebook. Mit der gleichen Software lassen sich aber auch andere Personen ausspionieren.

Zu guter Letzt mutmasst Sullivan, es werde künftig beim Abschluss eines Premium-Abos bei einem Content-Anbieter wie Amazon gratis ein Tablet geben. In diesem Zusammenhang müsse man den Anbietern vertrauen können, was den Schutz der Privatsphäre betrifft. (ubi)

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