Harmonie zwischen IT und Fachabteilung

Harmonie zwischen IT und Fachabteilung

4. November 2012 - Von Daniel Krones

In der Zusammenarbeit zwischen IT-Abteilungen und Fachabteilungen kommt es unter anderem aufgrund mangelnder Kommunikation immer wieder zu Konflikten.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/11
Die Fachabteilungen verlangen dauernd aufwendige Zusatzfunktionen in der Software – und das stets sofort.» Solche Klagen hört man oft von IT-Abteilungen von Unternehmen. Zugleich beschweren sich deren Fachbereiche: «Die ITler haben von unserer Arbeit keine Ahnung. Die verstehen nicht, was wir brauchen.»
Eine Ursache für das oft angespannte Verhältnis zwischen den IT- und den Fachabteilungen von Unternehmen ist, dass wechselseitige Vorurteile bestehen. So unterstellt die IT-Abteilung zum Beispiel dem Vertrieb oder der Produktion häufig Planlosigkeit, wenn diese Bereiche immer wieder Systemanpassungen wünschen. Die Fachabteilungen hingegen unterstellen der IT-Abteilung Inflexibilität, wenn diese auf Wünsche zum Beispiel mit Aussagen wie, dass etwas technisch nicht geht, reagiert.
Unter solchen Prämissen ist eine effektive Zusammenarbeit nur schwer möglich. Denn niemand arbeitet gern in einer von Vorwürfen geprägten Atmosphäre. Und das schlägt sich sofort auf die Qualität der Arbeit nieder. Entsprechend wichtig ist ein gutes Arbeitsklima zwischen IT- und Fachabteilungen für eine effektive Projektarbeit. Im folgenden deshalb einige Tipps, wie Organisationen die erforderlichen Voraussetzungen schaffen.

Tipp 1: Feste Ansprechpartner benennen

Häufig entstehen Irritationen in Projekten dadurch, dass die Beteiligten nicht wissen, an wen sie sich mit Fragen, Problemen oder Wünschen wenden können. Deshalb ist es sinnvoll, auf Auftraggeber- und auf Auftragnehmer-Seite jeweils einen festen Ansprechpartner einzurichten, an den sich die Projektbeteiligten mit ihren Anliegen richten können. Dieser Ansprechpartner muss gewisse Anforderungen erfüllen. Er sollte zum Beispiel die Arbeitsabläufe und die -situation in der jeweils anderen Abteilung kennen. Ausserdem sollte er deren Sprache sprechen. Das gilt insbesondere für den Ansprechpartner in der IT-Abteilung, denn diese hat eine Dienstleistungsfunktion in der Organisation. Er muss als interner Dienstleister einerseits seinen Kunden das Gefühl «Der versteht mich» und «Dem kann ich mein Anliegen anvertrauen» vermitteln können. Andererseits muss er im Bedarfsfall seinem Gesprächspartner auch nachvollziehbar erläutern können, warum gewisse Wünsche nicht erfüllbar sind. Sonst entsteht beim Gegenüber aus der Fachabteilung schnell der Eindruck, dass die andere Seite nicht will oder aus einer Mücke einen Elefanten macht. Dann ist ein Konflikt vorprogrammiert.
 
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