BYOD rechtlich und technisch absichern

BYOD rechtlich und technisch absichern

8. Juli 2012 - Von Gero Stautmeister

Firmen, die eine Bring-your-own-Device-Strategie fahren, sollten Regeln zur Verwendung der Geräte in einem Vertrag festhalten. Aber auch technische Hilfsmittel sind ratsam.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/07
Die Sicherheit der Daten – ob privat oder geschäftlich – hat auch bei einer Bring-your-own-Device-Strategie oberste Priorität. (Quelle: istockphoto.com)
Der Trend hin zu Bring your own Device (BYOD) stellt Unternehmen bezüglich Integration und Verwaltung von Smartphones und Tablets ins Firmennetzwerk vor neue Herausforderungen. Inventarisierung, Software-Verteilung und Patch Management sollen möglichst mit den identischen Mitteln, wie sie für PC-basierte Systeme zum Einsatz kommen, durchgeführt werden.
So sehen zumindest die Erwartungen der Anwender und der Geschäftsleitung im Unternehmen aus. In der Realität der IT-Abteilung ist die Verwaltung dieser Geräte aber keine leichte Aufgabe. Denn viele Geräte und deren mobile Betriebssysteme sind nur in Teilbereichen verwaltbar und auch dann oft nicht so komfortabel, wie man es von PC-basierten Systemen gewohnt ist. Abhilfe schaffen hier professionelle Mobile-Device-Management-Systeme, welche sich in die in den Unternehmen bestehenden Endpoint-Management-Systeme integrieren lassen.


Rechtliche Fragen müssen geklärt werden

Die eigentliche Verwaltung von Smartphones und Tablets ist aber nur ein Glied in der Kette der Aufgaben, welche die IT-Abteilung rund um den Einsatz privater Geräte im Unternehmensumfeld lösen muss. Denn bei Bring your own Device stellen sich auch viele organisatorische und rechtliche Fragen. Eine vollumfängliche Verwaltung der Geräte ist nur nach guter organisatorischer Vorbereitung möglich. Man stelle sich nur vor, im Mobile Device Management wird durch die IT-Abteilung versehentlich ein komplettes Löschen des Geräts ausgelöst: Alle darauf gespeicherten persönlichen Daten wie Telefonnummern, Fotos oder Nachrichten gingen verloren. Wie wäre in diesem Fall die rechtliche Situation? Hätte der Mitarbeiter einfach Pech? Oder könnte er Schadensersatz gegenüber dem Unternehmen verlangen?
Rechtlich und organisatorisch sind zwei generelle Grundüberlegungen von Bedeutung. Im ersten Fall bringt der Mitarbeiter seine eigenen Geräte in das Unternehmensnetzwerk ein und verwendet diese zu geschäftlichen Zwecken mit. Das Eigentum an den Geräten verbleibt also beim Mitarbeiter. Im zweiten Fall finanziert das Unternehmen die Anschaffung eines mobilen Geräts. Hierbei behält das Unternehmen das Eigentum am Gerät und gewährt dem Mitarbeiter ein Gebrauchsüberlassungsrecht. In beiden Fällen ist allerdings davon auszugehen, dass die Geräte sowohl für private als auch für dienstliche Zwecke genutzt werden.
 
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