CIO-Interview: «Wir setzen heute vermehrt auf Consumer-Geräte»

CIO-Interview: «Wir setzen heute vermehrt auf Consumer-Geräte»

8. Juli 2012 - Peter Kummer und sein 850 Mitarbeitende umfassendes IT-Team haben es bei der SBB aktuell mit rund 20’000 Clients und einer IT-Landschaft mit über 1000 Applikationen zu tun.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/07
Peter Kummer ist seit Ende 2009 Chief Information Officer (CIO) der SBB und leitet in dieser Position ein Team von 850 Mitarbeitenden. (Quelle: SBB)
Swiss IT Magazine: Herr Kummer, was wäre die SBB heute ohne Informatik? Würde noch etwas funktionieren?
Peter Kummer:
Nein, oder zumindest nicht lange. Die IT geht heute quer durch das ganze Unternehmen. Das beginnt bei der Steuerung des Bahnbetriebs und geht weiter mit der Unterstützung aller Geschäftseinheiten wie Finanzen, Logistik, Verkauf oder Kommunikation. Zudem ist bei der SBB heute auch der ganze Ticket-Vertrieb stark IT-abhängig: 63 Prozent aller Billette werden aktuell am Automaten gekauft, 9 Prozent online im Web oder mit dem Smartphone, der Rest am Schalter.

Was sind die grössten Herausforderungen, mit denen die SBB IT aktuell konfrontiert ist?
Unsere grösste Herausforderung ist, dass wir einerseits die Heterogenität und Komplexität unserer IT-Landschaft abbauen und besser in den Griff kriegen wollen, um dadurch Kosten und Risiken zu senken. Auf der anderen Seite nimmt der Bedarf an Innovationen aus dem Business kontinuierlich zu. Das ist ein Gap, den es zu managen gilt.

Wo liegt der Grund für den gestiegenen Bedarf an Innovationen?
Dieser ist zum einen gesellschaftsbedingt: Zahlreiche Kunden erheben durch den Boom der Smartphones beispielsweise Anspruch auf eine App und möchten ihr Billett über verschiedene Wege kaufen können. Zum anderen sieht sich die SBB mit einer stetig steigenden Nachfrage konfrontiert, die auf einem beschränkten Netz bewältigt werden muss. Man kann dazu in die Infrastruktur investieren und neue Tunnels oder Schienen bauen – das kostet aber viel Geld und Zeit. Ich bin der Meinung, dass man mit dem Einsatz intelligenter, fortschrittlicher Technologien einen Teil dieses Kapazitätsproblems günstiger und schneller lösen kann – Technik statt Beton.
 
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