Politik will Roaming-Preise senken

Politik will Roaming-Preise senken

8. Mai 2012 - Schweizer zahlen fürs Roaming mehr als ihre europäischen Nachbarn. Nun scheint es, als wolle die Politik regulierend eingreifen und Telcos zu tieferen Roaming-Preisen zwingen.
Politik will Roaming-Preise senken
(Quelle: Orange)
In der EU sollen die Roaming-Preise für die Mobiltelefonie auf 35 Rappen pro Minute sinken. Derweil bezahlt man in der Schweiz je nach Anbieter bis zu 1.70 Franken pro Minute. Wie die Gratiszeitung "20 Minuten" nun schreibt, will die Politik diesem Umstand einen Riegel schieben. Nachdem der Nationalrat sich bereits für verbindliche Höchsttarife für die Auslandtelefonie ausgesprochen hatte, soll es nun ganz danach aussehen, dass auch der Ständerat diesem Anliegen folgt. Die Rede ist von einem Abkommen mit der EU. Der Bundesrat hatte eine weitere Regulierung der Schweizer Telekomanbieter bislang abgelehnt. (mw)

Kommentare

Donnerstag, 10. Mai 2012 Ben
Die Liberalisierung hat deshalb nicht funktioniert, weil Swisscom immer noch ein Quasi-Monopolist ist; es gibt keine Ernst zu nehmende Konkurrenz. Ist nicht der Staat Mehrheitsaktionär von Swisscom? Weshalb muss der Staat ein Gesetz gegen sich selbst erlassen, er hat doch bereits alle Fäden in der Hand. Absurd!

Mittwoch, 9. Mai 2012 K. Sager
Wenn der Staat eingreifen muss bei den Roamingpreisen ist das endgültig der Beweis dafür, dass die Liberalisierung des Telekommarktes nicht die versprochenen Vorteile für die Endkunden, nämlich erhebliche Preisreduktionen, eingetroffen sind. Am besten würde man den Telekombereich wieder verstaatlichen, zumindest die technische Ausstattung und dann den Telekomanbietern mit Preisobergrenzen vom Europäischen Durchschnitt zum Wiederverkauf anbieten.

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