Niklaus meint: Sie wollen die Cloud doch gar nicht

Niklaus meint: Sie wollen die Cloud doch gar nicht

4. März 2012 - von Daniel Niklaus
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/03
Wie Schuppen fiel es mir von den Augen. Am 26. Januar fand in Bern der bedeutendste Networking-Anlass der Schweizer ICT-Szene, in der Champions Lounge des Stade de Suisse, statt. Alles war dort, was Rang und Namen hat. 1400 Top Shots der Schweizer ICT-Szene gaben sich ein Stelldichein. Dort wurde mir klar: Ihr wollt keine Cloud. Dieses Kinderspielzeug mit dem Wischiwaschi-Namen Cloud Computing ist euch viel zu wolkig. Warum solltet Ihr auf eine Technologie setzen, die verspricht, hunderte von Rechenzentren und Admin-Jobs in der Schweiz zu vernichten? Am ICT-Networking-Anlass wird Business gemacht und nicht trial accounts for free.
Nennen wir die Dinge beim Namen, es macht aus Eurer Sicht keinen Sinn, dem Kunden zu verraten, was dieses Cloud Computing alles ermöglicht. Erstens sind die eigenen Mitarbeiter gut ausgebildet, um die bestehende Infrastruktur zu warten und zu pflegen und zweitens sowieso. Man stelle sich nur vor, was diese Jungs aus der Internetbranche mit der Cloud für Ideen haben: Mit Cloud-Produkten wie der Dropbox – einem Harddisk-Ersatz – sollen die User selbständig Rechte für ihre Dateien vergeben und das über Firmengrenzen hinweg. Was für ein datenschutztechnischer und organisatorischer Horror! Oder, wenn Mitarbeiter auf einmal selbst entscheiden, dass sie Google Sheet besser als Excel finden, weil die Zusammenarbeit einfacher wird. So kann das doch nicht gehen.
 
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Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
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