Mit wenig Geld zur IT-Infrastruktur

Mit wenig Geld zur IT-Infrastruktur

5. Februar 2012 - Die Gryps-Gründerinnen Priska Schoch und Gaby Stäheli wissen aus erster Hand, wie man mit wenig Geld eine hochwertige IT-Umgebung aufbaut. Ein Erfahrungsbericht.
Artikel erschienen in IT Magazine 2012/01
Mit wenig Geld zur IT-Infrastruktur
Die Gryps-Gründerinnen Priska Schoch (links) und Gaby Stäheli wissen, wie man bei der IT-Infrastruktur sparen kann, ohne Einbussen in Kauf nehmen zu müssen. (Quelle: Gryps)
Als Priska Schoch und Gaby Stäheli im Februar 2010 ihre Internetfirma Gryps gründeten, wollten sie für die nötige Infrastruktur nicht mehr als 10’000 Franken ausgeben. Und das haben sie geschafft. Wie das geht, darüber hält Priska Schoch inzwischen sogar Vorträge: «Wir können aus erster Hand berichten, wie und wo man bei einer Unternehmensgründung sparen kann», so die Unternehmerin. Ihre Geschäftspartnerin Gaby Stäheli hat sie bei IBM kennengelernt, wo die zwei vor der Gründung der eigenen Firma lange Zeit arbeiteten. Heute sind sie mit ihrem Offertenportal Gryps, wo KMU für Produkte und Dienstleistungen wie Telefonanlagen, Webdesign bis hin zum IT-Service gratis Offerten einholen können, erfolgreich unterwegs. Bezahlen muss lediglich die Firma, die von Gryps die Kontaktdaten von potentiellen Auftraggebern vermittelt bekommt. «Im letzten Jahr konnten wir bereits schwarze Zahlen schreiben», freut sich Priska Schoch. Sie vernetzen laut eigenen Angaben jeden Monat hunderte von KMU miteinander.

Begonnen hat alles mit zwei Laptops, zwei Smartphones, einem Drucker und einer CRM-Software (Customer Relationship Management). «Für diese Grundausstattung haben wir rund 7000 Franken ausgegeben», so Schoch. Das teuerste war die Hardware, namentlich die zwei Laptops. Noch teurer wäre wohl die Entwicklung des Onlineportals geworden – hätten sie dieses nicht selbst gebaut. «Anfangs planten wir nicht, die Applikation selbst zu entwickeln», erklärt Schoch. Doch Gaby Stäheli, die Wirtschaftsinformatik studiert hatte, wollte dann auf Joomla.ch erst mal einen Prototypen erstellen. Dieser war so gut, dass man darauf aufbaute und letztlich damit online ging. Auch wenn Stäheli und das ganze Team in die Entwicklung der Website inzwischen hunderte von Stunden investiert haben, bereuen die zwei Geschäftsfrauen den Schritt nicht: «Es wäre ein absoluter Fehlentscheid gewesen, die Applikation extern entwickeln zu lassen», meint Schoch heute. «Denn wir brauchen dieses Know-how bei uns im Unternehmen, um immer schnell und flexibel reagieren zu können.» Die Applikation, so wie sie heute ist, hätte zudem wohl mehr als 50’000 Franken gekostet, vom Business Content ganz zu schweigen. Dass sie dieses Geld nie in die Hand nehmen mussten, ist dem fundierten IT-Wissen von Gaby Stäheli, der Schreibkompetenz des Teams und dem Open Source Content Management System (CMS) Joomla (www.joomla.ch) zu verdanken. Klar, eine Webapplikation entwickeln, das könnte nicht jeder. Doch es gibt viele andere Dienste, die im Internet gratis oder sehr günstig bezogen werden können, statt dafür im Laden mehrere hundert Franken zu bezahlen. Und für die meisten ist wenig bis kein IT-Know-how erforderlich.
 
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